Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung sind aus dem menschlichen Wollen gesellschaftliche Einrichtungen entstanden. Man betrachtet sie als Gegebenheiten und richtet sich in Gedanken heute nach geschaffenen Tatsachen.. Ein den Tatsachen gewachsenes Urteil gewinnt man, wenn man wie in dieser Schrift zu den fundamentalen Gedanken zurückgeht, die allen Einrichtungen zugrunde liegen und aus denen das Zusammenarbeiten der Menschen einer Gemeinschaft hervorgeht. Eben diesem Grundsatz folgt der Autor. Er legt dar, daß letztlich alles Wirtschaften auf der Landwirtschaft basiert. Alle nicht-landwirtschaftlichen Tätigkeiten leben vom Überschuß der Landwirtschaft (nicht zu verwechseln mit Überproduktion). Erst Arbeitseinsparungen durch Rationalisierungen versetzen die Landwirtschaft in die Lage, Menschen für andere Tätigkeiten freizustellen, indem sie deren Existenzgrundlagen miterwirtschaftet. Daher nehmen auch alle Preisbildungen von der Landwirtschaft und ihrer Produktivität ihren Ausgangspunkt. Der Wert aller außerhalb der Landwirtschaft hervorgebrachten Leistungen entspricht dem, was die von der Landwirtschaft Freigestellten in ihr zu ihrer Existenzgrundlage hätten leisten müssen. Darauf baut die Preisbildung auf. Davon leitet sich wiederum die Geldschöpfung ab und steht nicht mehr bloß in statistischem Zusammenhang mit dem Wirtschaftgeschehen.
Zum Autor: Alexander Caspar, Jahrgang 1934; nach Abschluß des humanistischen Gymnasiums 1953 Eintritt in eine mit der Industrie verbundene Züricher Privatbank. Viele Jahre Mitglied der Geschäftsleitung. Seit 1991 selbständiger Berater.