Beiträge zur Geschichte des Jungdeutschen Ordens 1. Heft
Die Entstehung des Jungdeutschen Ordens und seine frühen Jahre 1918-1922
Zwei Gedenktage legten es nahe, das 1. Heft der „Beiträge zur Geschichte des Jungdeutschen Ordens“ in diesem Jahre herauszugeben. Am 30. Dezember wäre Artur Mahraun 80 Jahre alt geworden, und vor 50 Jahren, am 10. Januar, gründete er in seiner Geburtsstadt Kassel den Jungdeutschen Orden. Über den Orden und seine Gründer liegen mehrere wissenschaftliche Arbeiten vor: die Dissertationen Karl Hernmann Beecks (1954) und Klaus Hornungs (1958) sowie die Examensarbeit Vera Gebhardts (1952) und Heinz Ingbers (1966). Diese gründlichen Studien sind ideengeschichtlich angelegt; dabei mußte die Ereignisgeschichte zurücktreten. Die oft gestellte Frage, „wie es damals wirklich war“, will das Jungdeutsche Archiv in einer eigenen Schriftenreihe beantworten, nachdem es zwanzig Jahre alle erreichbaren Belege zur Geschichte des Ordens gesammelt hat. Der Verfasser dieses ersten Heftes, der selbst Ordensbruder war, hat seine Arbeit so gestaltet, daß möglichst die Quellen selbst zu Worte kommen. Dadurch erhält die Darstellung den Wert einer Dokumentation. Dies erschien uns notwendig, weil der von Anfang an „völkischen“, das heißt demokratischen Gesinnung der Jungdeutschen in der zeitgeschichtlichen Literatur und Television nicht immer Gerechtigkeit wiederfahren ist. Der Druck dieses bebilderten Heftes war nur möglich durch die Opferwilligkeit einer Anzahl ehemaliger Schwester und Brüder des Jungdeutschen Ordens. Ihnen sei hier noch einmal gedankt.