Leserbriefe  
  U.a. erhielten wir folgende Leserbriefe:  
(Die Redaktion behält es sich vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen.)  
       
 
 
 

Reinhard Straubel
23. September 2007

Zu der Herausgabe Ihrer "Neuen Politik" beglückwünsche ich Sie. Dort finden sich so ausgezeichnete Zusammenfassungen, die sonst nur mit viel Mühe im INTERNET einzeln zusammen gesucht werden müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Straubel.       

 
 
 
 

Dieter Schütt
2. November 2007



Lieber Herr Schütt,
freundlichen Dank für Ihre Postkarte vom 24. Oktober 2007 als Leserbrief und Antwort auf das Editorial der Ausgabe Oktober 2007.
Ich stoße des öfteren auf den Irrtum, daß ein Eintreten für die Unabhängigkeit der Volksrepublik China gegenüber den Hegemonie-Bestrebungen der USA und deren Verbündete damit verbunden gewesen sein sollte, der Politik Mao tse tung vorbehaltlos zuzustimmen. Wenn sich Wolf Schenke im Grab herumdrehen sollte, dann mit oder durch die Erfahrung, daß der Personenkult immer noch Inhalt von Politik ist.  Die Erkenntnis, daß Mao tse tung zu den Massenmördern des vorigen Jahrhunderts gehört, hat nichts damit zu tun, daß er nicht auch auch „historische“ Verdienste hat.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Kersten            


 
 
 
 

(D.K.) Bereits zweimal habe ich das Buch unseres Lesers Enrique Heymann Ein- und Ausfälle eines Hundertjährigen redaktionell angeboten. Sie finden das Buch der beiliegenden Bestelliste. In einer Sonderaktion bis zum 15, Oktober will ich Ihnen das Buch für € 10,00 ausnahmsweise ohne Versandkostenpauschale anbieten. Überweisen Sie € 10,00 mit dem Stichwort Heymann. Enrique Heymann wohnt in Buenos Aires/Argentinien ist inzwischen 101 Jahre alt.  Er hat im ARGENTINISCHEN TAGEBLATT vom 28. Juli 2007 wieder einen Leserbrief veröffentlichen lassen, der seine Fähigkeit zur Ironie besonders sichtbar macht. In Argentinien finden bald Wahlen statt und die Frau des jetzigen Präsidenten Kirchner stellt sich der Präsidentenwahl. Grund genug, zu spotten  und zu vergleichen.

Wahlen
Buenos Aires: In der letzten Zeit konnte man beobachten, dass einige Staatsoberhäupter an Müdigkeitserscheinungen litten und deshalb ihren Gattinnen ihren eigenen Job anboten, was in unserem Falle mit Enthusiasmus und explosiver Rührigkeit akzeptiert wurde.

Wir lesen in der New York Times, daß Bush diesbezüglich bereits Gespräche mit Laura geführt habe, wobei Laura mehrere Male Freuden- und Schreckensanfälle erlitt. Sie fragte ihn sofort, was sie mit Irak tun solle. Er sagte: "Das weiß ich nicht", worauf sie zufrieden entgegnete: "Also bin ich befähigt für diesen schweren Job." Bush mußte sich kürzlich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen, worauf Hilary und Bilary kaum giftig bemerkten: Er ging mit einem Leberleiden und kam leider lebend zurück. Ein garstiges Aperçu. Man sollte einen Kollegen nicht verunglimpfen. Verglimpfen wir ihn lieber. Glücklich ist, wer vergißt, was ein Wahlversprechen ist.

Enrique Heymann
 
 
 
 

Oskar Steinacker
Mühlacker, den 12.08.2007    

Lieber Herr Kersten,

Es ist nicht wichtig. Nur nebenbei zu „Geld muß fließen“:

1) Die „Betriebswirtschaftslehre“ ist keine Wissenschaft. Die Theorie dieser Lehre ist märchenhaft. Sie beruht auf der Annahme „angenommen, es wäre, dann ....“, oder „Wenn, dann“, bzw. „Gesetzt den Fall, dann wäre ....“ Es ist so eine „Es-war-einmal-Methode“. Die beliebte Märcheneinleitung. (Die mathematischen Modelle liefern als Erkenntnisse nur das, was man „zuvor durch Auswahl der Voraussetzungen in sie hineingesteckt hat“.)

2) Beim Geldfluß - besonders dessen Störung durch Horten oder Umwandlung in Kapital - sind zwei Kräfte am Werk. Beide sind die Folge von Zielprojektionen,

2.1) Hortung von Kapital zur Ausübung von Macht, Ansehen, Bonität, Geltung, Einfluß, Ruf und von Diktatursüchtigen. Die Gewinnstreber der Multis gehören dazu.

2.2) Eine Mehrheit von Menschen, die sich während ihres Arbeitslebens einen Fundus schafft, der ihr ein möglichst sorgenfreies Alter und Auskommen garantieren soll. (Die Leute wissen, daß sie alt und arbeitsunfähig werden.)

2.3) Das Kapital der Knechte und Proletarier waren ihre Kinder. Die sollten ihren Obolus in Form von Altersfürsorge und -betreuung entrichten. (Auch als Dankesschuld.) Viele Kinder = mehr Chancen für eine Altersversorgung. Je besser Kindererziehung und -ausbildung desto gewisser die Aussicht für eine gute Versorgung.

3) Die Wirtschaft verlangt nach sicheren, wirtschaftsfreundlichen „Rahmenbedingungen“. Die Mehrheit der Menschen - die sich einen Fundus für Kindererziehung und ihre existentielle Sicherheit im Alter erarbeiten „muß“ (anders geht's nicht) - brauchen sie indessen wohl ebenso.
Man kann diese Gedanken jetzt weiterdenken und sich überlegen, wer mehr zum allgemeinen Wohlstand beiträgt und letztendlich jede Zeche bisher bezahlt hat. Und auch jetzt noch bezahlt.

Es grüßt freundlich mit allen guten Wünschen, Ihr Oskar Steinacker

 
 
 
 

Josef Foglszinger
27. Juni 2007    

Sehr geehrter Herr Kersten,

vielen Dank für die Zusendung des NP-Rundbriefes Juni 2007. Schön, daß Sie den Solarenergieförderverein Aachen erwähnt haben. 100% regenerative Energie sind kein technisches oder finanzielles Problem sondern nur eine Frage der Vorstellungskraft und natürlich des Mutes, die eigene Macht zu nutzen.  Bis vor knapp 300 Jahren gab es sowieso nur regenerative Energien. Millionen Menschenjahre lang. Und das soll jetzt mit unserer ach so modernen Technik nicht gehen? Das Negativbeispiel liefert der Artikel über das Buch von Uwe Danner auf derselben Seite, wo es heißt:  "...Die Regenerativen Energieträger wie Wind, Sonne und Biomasse boomen. Das Angebot wird jedoch kaum ausreichend sein,  die Lücken in der zukünftigen Energieversorgung zu schließen."  So ein Quark. Was für eine hoffnungslose Bankrotterklärung! Das muß man mal wirklich durchdenken: Es wird Lücken in in der Energieversorgung geben und die lassen sich nicht schließen! Ja was dann? Daß man Sparen muß und kann (Wir sind zu viert und verbrauchen 1800 kWh Strom im Jahr, 4000 kWh ist der deutsche 4-Personen-Durchschnitt. Davon kommt mehr als die Hälfte sowieso aus unseren Solaranlagen und der Rest aus regenerativen Quellen von den EWS Schönau. Bitte Versorger wechseln! Ist jetzt schon billiger als Dreckstrom! Das Einzige, was uns abgeht ist der Fernseher und den will ich nicht mal, wenn man mir den Strom bezahlt.)

Deutsche Ingenieure (bin selbst einer) sind Weltmeister im Entwickeln von Energiewandlern (Verbrennungsmotoren, Windgeneratoren, Solarzellen Mischdampfkraftwerke vom Physiker Schaeffer.....). Wir machen das schon, wenn endlich der Bürger (und er ist auf bestem Wege dazu) sein Geld dafür und nicht für Daimlerporsches ausgibt. Dafür ist ja auch jede beliebige Menge Geld da. Der Wolf v. Fabeck vom SFV ist auch so ein unermüdlicher Bohrer wie Sie. Reden Sie mal mit dem! Sie werden sich sicher hervorragend verstehen.

Ja, und dann möchte ich 100 Jahre alt werden, weil ich einfach zu neugierig drauf bin, wie der Laden weiterläuft.

Im  Übrigen weiterhin frohes Schaffen wünscht Ihnen Ihr Josef Foglszinger  


 
 
 
 

Heinz Böhmecke
Hamburg im Juni 2007    

Menschheit ade!? Eine fixe Idee? Oder Leitfaden für nachwachsende Intelligenz? Vor kurzen sprach ich mit Andreas H.  Er ist Mitte 40 und in China (Nanking) aufgewachsen kennt er Mentalität, Sprache + Schrift. Sorge um die Zukunft interessiert den Chinesen nicht, sie denken nur an sich selbst und rücksichtslos machen sie ihren Weg! Das war mal anders, als sie vor uns Deutschen noch Respekt hatten, speziell was das „Kaiser-Reich" in Tsingtau (war mal deutsche Kolonie) erschaffen hatte und die wirtschaftliche Kooperation mit dem „3. Reich“. Die Kultur der Deutschen (Beethoven-Mozart-Wagner etc.) hat hohen Stellenwert und "Goethe-Institute" vertieften diese Traditionen.  Nur der gegenwärtige Deutsche, der keinen Respekt mehr vor sich selbst hat, wie soll man den noch respektieren? Ein Volk was sich selbst verachtet und seine Geschichte verleugnet kann kein Vorbild mehr sein! Und sonst noch? Für Chinesen ist alles Einheitsbrei nach USrael Vorgabe! Also haut rein und macht Kohle ohne Rücksicht auf das was folgt. Kann das noch revidiert werden? Und wie ?

Sicher arbeiten schon Kreise daran und ob so ein oller Spinner Ratschläge geben kann, wird sich zeigen; Erst mal ist äußerste Disziplin und Selbstbeherrschung notwendig. Es geht vorrangig um Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen für alle Menschen! Und da haben wir einiges anzubieten: Von Konrad Lorenz „Die 8 Todsünden der zivilisierten Menschheit" und da ist eine hier praktizierte „Bevölkerungsexplosion" auf unsere Kosten wichtigstes Kriterium der gegenseitigen Ausrottung! „Preußen" sollte Zukunftsmodell sein, laut Sebastian Haffher, seinerzeit modernster Staat der Welt! Aufgebaut und gestaltet von Deutschen und Juden in neu zu weckender Eintracht (Bismarck-Lasalle etc.) - was Ansporn für erneute Kooperation zum Wohle aller sein könnte!

Organisieren tut sich schon einiges, sinnvollerweise nicht in den korrupten Parteien, sondern kleinen Zirkeln, verschwiegenen Kreisen und „Nachbarschaften" (Berlin-Kassel nach A. Mahraun) aufgebaut, und noch mehr tut sich in anderen Ländern und im Internet. Qualifizierte Aufrüttler und Mahner werden besser und mehr! Auf Dauer läßt sich der Groll nicht deckeln, sorgen wir nur dafür, daß der Aufbruch zur Befreiung nicht ins nächste Chaos führt!

Alle friedlichen Ideen sind gefragt, hier nur Beispiele: Immer mehr trennen sich vom Fernsehen, von der Verblödungsindustrie - Verweigern Zahlung von Gebühren und Steuern an eine kriminelle Vereinigung! Denn nichts anderes ist ein Machtapparat, der weisungsgebunden das eigene Volk quält. Es gibt Zusammenschlüsse aller Art, nicht nur bei uns, wo z.B. „Freie Republik Uhlenhof“ ausgerufen wird und die vermeintlichen Machthaber werden zunehmend ratloser. Bestimmt fällt den jüngeren Mitstreitern noch keck-fröhlich Spektakuläres ein, um den rachsüchtigen Hebräern den Wind aus den Segeln zu nehmen, damit sie sich in Ruhe dem gemeinsamen Ziel widmen können: Diesen einmaligen Planeten als Heimat der Menschen friedlich zu bewahren! Jeder mache was er kann!
Hamburg im Juni 2007     Heinz Böhmecke

(D.K.) Dieser Leserbrief bedarf der direkten Antwort, denn Vieles kann nicht stehen bleiben, so wie es der Leser geschrieben hat.

Kulturpessimismus ist so alt wie die Menschheit und scheint sehr viel Spaß zu machen.   . die  „... Chinesen .... denken nur an sich selbst und“ sind „rücksichtslos“, „nur“ weil „der gegenwärtige Deutsche ... keinen Respekt mehr vor sich selbst hat.“

Verschrobener geht es fast nicht. So könnte man meinen, die  Fernsehbilder der Hochhäuser von Shanghai und der Industrie- und Handelsgebiete und der Proteste der chinesischen Bevölkerung gegen die Umweltvergiftung würden nur infolge der mangelnden „Disziplin und Selbstbeherrschung“ der Deutschen über den Äther flimmern.

So langsam muß doch klar sein, daß jeder Mensch, jedes Volk, jede Kultur, jede Region, für sich selbst verantwortlich ist.

Der religiöse us-amerikanische Faschismus à la Rockefeller und Bush sollte durch völkerrechtliche Mißachtung und Ausschluß bestraft werden.

Es gibt genug Warnungen und Mahnungen an die Volksrepublik China, gerade auch aus Deutschland, z.B. von den Menschen, die wir noch kennenlernen konnten, wie Wolf Schenke und Hermann Schwann, nicht die gleichen wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Fehler zu machen, die diese beiden Zeugen es für Deutschland schon in den 50ger Jahren des vorigen Jahrhunderts begonnen hatten zu sehen.

Mahraun, Steiner, Gesell und viele andere mehr haben in Deutschland bereits in den 20ger Jahren wirtschafts-, gesellschaftspolitische. und kulturelle Vorschläge gemacht, die uns mit Sicherheit vor der Hitlerei bewahrt hätten. Diese und andere neue Ideen würden uns heute vor den Folgen des us-amerikanischen Faschismus und seinen Ablegern in Deutschland und anderswo bewahren.

Hitler und seine Bewegung sind von den Weltbankiers für drei Aufgaben bezahlt worden:

  1. Der Holocaust an den materiell armen Juden, um den Staat Israel möglich zu machen, der die Ölvorräte im Nahen Osten sichern soll(te),
  2. Die Vernichtung der russischen Kultur zur Sicherung der dort vorhandenen Rohstoffe für die Kapitaleigner,
  3. Die Vernichtung der deutsch-europäischen Kultur zur Sicherung von materieller Macht auf dieser Erde.

Wir Deutschen haben das geduldet und sogar bejubelt. Ein großer Teil tut es heute noch.

Wir haben nichts für unsere jüdisch-gläubigen Nachbarn deutscher Staatsangehörigkeit getan.  An dieser, unserer Verantwortungslosigkeit werden wir noch lange zu knabbern haben.

Übrigens ist es immer so: wer unreflektiert und mit pauschalen Verbalinjurien auf den „Staat“ schimpft, will auf die gesamte Infrastruktur  nicht verzichten. Das soll alles möglichst billig sein, aber er selbst muß natürlich über viel Geld verfügen. Gegen den Zins ( und die Ausbeutung) sind die meisten nicht, denn sie freuen sich über die mickrigen Zinsen ihres Sparguthabens. Sich über die Zusammenhänge zu informieren, das bedeutet ja geistige Arbeit, und daran ist Rockefeller oder das internationale Judentum schuld, daß wir diese geistige Arbeit nicht leisten können.

Manchmal reicht es mir wirklich!

Übrigens, warum sollten wir „verschwiegen“ sein?

Noch eine Nachbemerkung: die hochgelobten und bejubelten Preußischen Ulanen waren fast alle islamisch-bosnischer Herkunft. Die preußische Armee unter Friedrich II. und später hatte extra im Kasernenbereich Moscheen eingerichtet. Es gab auch damals schon Friedhöfe für Muslime. Daß diese Muslime ausstarben, lag u.a. an den hübschen, blonden brandenburgischen Mädchen, mit denen die Ulanen mit und ohne Trauschein fleißig Kinder zeugten, und an der damals  noch vorhandenen Strahlkraft des Christentums.
Friedrich der Große, einer der Säulenheiligen deutsch-nationaler „Sehnsüchte“, war der „Erfinder“ dieser Truppe. Dieser deutscheste aller deutschesten Herrscher bevorzugte eindeutig die  französische Sprache und Kultur (Lebensart).

Französisch wird natürlich in  der „Freien Republik Uhlenhof“ nicht gesprochen.

Die Geschichtsbilder der Deutschen, politisch  „links“ und „rechts“, sind sachlich falsch. Wenn es „Vorgaben .... nach USsrael“ gibt, sind sie nicht zu beachten. Basta!


 
 
 
 

Matthias Klarebach
9. Februar 2007

Lieber Dieter Kersten,

mit Ihrem Januar 07-Heft der Neuen Politik haben Sie auch ein Flugblatt der "Aktion 18. März" versendet und in Ihrem "Editorial" vermerkt: "Der Bürgeraufstand am 18. März 1848 war die einzige (bürgerliche) Revolution in Deutschland".

Dazu möchte ich folgendes bemerken:

Ich freue mich über diese Initiative, denn es gibt ja tatsächlich keinen Gedenktag bei uns, der irgendwie an die fundamentalen Demokratiekämpfe des 19. Jahrhunderts bei uns erinnert.

Andererseits widerspreche ich Ihrer oben zitierten Äußerung. Einerseits ist ein Aufstand natürlich noch längst keine Revolution. In dem Beispiel hätte der Aufstand nur die Revolution eingeläutet.

Aber wesentlich wichtiger als dies: Der gesamte Monat März des Jahres 1848 war die herausragende Revolutionszeit der deutschen Geschichte mit zahlreichen Höhepunkten, von denen der 18. März mit den Kämpfen in Berlin nur einer war - vielleicht der Größte hinsichtlich Anzahl der Toten des Tages - aber das finde ich müßig zu vergleichen. Insbesondere nahm diese Revolution ihren Anfang im Süd-Westen, nämlich im Badischen und eskalierte vor allem zunächst in Bayern / München. Ein ganz wesentlicher Höhepunkt war dann erst der 13. März mit dem Sturm in Wien und dem Rücktritt von Metternich.

Aber als definitiven Höhepunkt und tatsächlichen Erfolg der deutschlandweiten Bewegung waren doch wirklich die ersten freien Wahlen und die Konstitution des ersten freien, wirklich demokratischen (ja fast direkt-demokratischen) Parlaments am 18. Mai 1848 in Frankfurt/Main.

Übrigens gab es schon in den Jahren zuvor mehrere revolutionäre Bestrebungen in Deutschland, in deren Gefolge meiner Kenntnis nach viel mehr Menschen ihr Leben aufs Spiel setzten, verfolgt wurden und (oft sehr schnell) hingerichtet wurden (z. B. Hambacher Fest oder Frankfurter Wachensturm).

Also nun mein Vorschlag: Ich denke es wäre der Demokratie und dem Einsatz aller Mutigen im Volk besser gedacht, wenn man den 18. Mai zum Feiertag macht und damit die Frucht der Verfassungsgebung von unten als Errungenschaft aller Deutschen in einer Periode des harten Kampfes feierte.
Herzliche Grüße nach Berlin,

Matthias Klarebach

(D.K.)  Ich hatte im Einverständnis mit Matthias Klarebach dem Sprecher  der Aktion 18. März, Volker Schröder,  den Leserbrief zugeschickt. Volker Schröder hat mir eine Antwort geschickt. Vielleicht gibt es eine fruchtbare Diskussion.

Volker Schröder, Sprecher der Aktion 18. März
Berlin, 27. Februar 2007

Sehr geehrter Herr Klarebach,

Dieter Kersten gab mir Ihren Leserbrief zur Beantwortung. Gleich vorweg ein märzliches DANKE für Ihre Unterschrift, mit der Sie sich für den 18. März als Gedenk- und Feiertag einsetzen. Sie schreiben aber, daß Sie den 18. Mai für den geeigneteren Tag halten. Ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst?

Für den 18. Mai spricht m.E. nur, daß im Mai das Wetter meist wärmer ist als im März. Ansonsten ist der März ganz anders im Geschichtsbewußtsein verankert als der Mai. Wir sprechen vom „Vormärz“ und nicht vom „Vormai“. Im Lied Trotz alledem heißt es „Das war ´ne heiße Märzenzeit“. Sie schreiben ja selbst „Der gesamte Monat März des Jahres 1848 war die herausragende Revolutionszeit der deutschen Geschichte...“ In Ungarn ist der 15. März Nationalfeiertag. Die bürgerliche Revolution in Deutschland wird als eine gescheiterte Revolution angesehen, wenn auch inzwischen allgemein anerkannt wird, daß viele demokratische Errungenschaften ihre Wurzeln im Geist von 1848 haben. Das Scheitern war insbesondere in Baden schlimm. Dort hat die Revolution ein traurig-grausames Ende gefunden. Das Paulskirchenparlament weckte zwar große Hoffnungen, aber letztendlich scheiterte es. Nicht traurig-grausam, sondern eher verspottet. – Will man es positiv sehen, so läßt sich sagen: kein 18. Mai ohne den 18. März. Der 18. März war ein Sieg der Straßenkämpfer. Der König mußte sein Haupt vor den Toten, die in blumengeschmückten Särgen zum Schloss getragen wurden, entblößen.

Auch aus taktischen Gründen wäre es falsch, plötzlich den 18. Mai als Gedenk- und Feiertag vorzuschlagen. Seit 1979 gibt es die Aktion 18. März. Damals als „Aktion 18. März – Nationalfeiertag in beiden deutschen Staaten“. Wir haben erreicht, daß in Berlin der Platz vor dem Brandenburger Tor seit 1998 Platz des 18. März heißt und daß am 18. März in Berlin geflaggt wird. Neben vielen anderen (wozu ja auch Sie gehören) haben vier VizepräsidentInnen des Deutschen Bundestages unseren Aufruf unterschrieben. Bundestagspräsident Lammert begrüßt unsere Initiative. Zwar ist der 18. März (noch) nicht im Bewußtsein der breiten Öffentlichkeit verankert, aber den 18. Mai kennen garantiert noch weniger Menschen.

Mit „Es kommt dazu trotz alledem, daß rings der Mensch die Bruderhand dem Menschen reicht“ und „Für demokratische Tradition und revolutionären Geist“

 
 
 
 

Dr. Günter Emde,
Februar 2007

Sehr geehrter Herr Kersten,

ich bin seit etwa einem Jahr Leser Ihres Kommentar- und Informationsbriefes NEUE POLITIK und stelle fest, daß Ihre Anliegen und auch Ihre Interessengebiete mit den meinigen weitgehend übereinstimmen. Das ist schon aus der jeweils beiliegenden Bücherliste zu erkennen: Helmut Creutz, Werner Onken, Teruo Higa, Tanaka, Schauberger, Chossudovsky und Rudolf Steiner sind mir aus z. T.  mehreren Büchern bekannt. Und mein Vater war in den 20er Jahren in Nordhessen aktiv im Jungdeutschen Orden, von ihm kenne ich einige Grundideen Artur Mahrauns.

In Ihrem Editorial zur Nov.-Dez.-Ausgabe sprechen Sie auf Seite 1 rechts oben den Vorschlag von Götz Werner eines bedingungslosen Grundeinkommens an und die breite Suche im Volk nach Ideen für eine andere Wirtschaftsordnung.

Ich habe mir zu dieser Thematik auch eigene Gedanken gemacht und würde mich freuen, wenn sie Ihr Interesse finden.

Die bestehende Wirtschaftsordnung ist ungeeignet, die beiden Hauptaufgaben an denen sich die gegenwärtigen Politik messen lassen will, an der Wurzel zu packen.

Die Arbeitslosigkeit hat ihre eigentliche Ursache in der Rationalisierung und Automatisierung der Arbeit und der Möglichkeit der Arbeitsverlagerung in Billiglohnländer (Globalisierung). Dabei gibt es genügend unerledigte Arbeiten, die im Interesse der Menschen lägen, die aber für Wirtschaftsunternehmen uninteressant sind, weil sie zu wenig Profit abwerfen (Bildung, Gesundheit, Kultur). Und der Staat ist zu arm, diese Arbeiten zu finanzieren.

Und der Staat kann sich nicht einmal aus der Schuldenfalle befreien. Es wird schon als Erfolg bezeichnet, wenn die Neuverschuldung reduziert wird. Das heißt aber, daß der Schuldenberg weiter ansteigt.

In meiner Schrift "Subfluente Währungen. Fließendes Geld bei stabilen Preisen. Ein Weg zur Überwindung der gegenwärtigen Finanzprobleme" habe ich dies genauer begründet und einen Weg aufgezeigt, wie der Staat finanziell in die Lage versetzt werden kann, für alle Arbeitssuchenden Arbeitsplätze zu finanzieren, z. B. im Bildungswesen (zur Halbierung der Klassenstärken usw.), im Gesundheits- und Pflegebereich, im Klima-, Natur-, Umwelt-, Tierschutz, in der Energieforschung, bei der Verbreitung erneuerbarer Energien, im Kulturbereich (Förderung von Orchestern und Theatern) usw.

Dies alles kann bezahlt werden nach einer Reform des Geldwesens, indem der Strom der Zinsen, der z. Zt. in Höhe von ca. 1 Milliarde Euro pro Tag (!!) von den Bürgern (in den Preisen versteckt) zu den Kapitaleignern fließt, umgelenkt wird zugunsten der Allgemeinheit, sprich: in den Staatshaushalt zugunsten der Bürger.

In der o. g. Schrift wird im Detail beschrieben, wie dies nach einer wenig bekannten Idee von Silvio Gesell durch eine gespaltene Währung mit einem Rechnungsgeld (für stabile Preise) und einem "unterhalb fließenden" ("subfluenten") Zahlungsgeld verwirklicht werden kann. Das Zahlungsgeld wird nach einer gesetzlich festgelegten Rate täglich geringfügig abgewertet; der Euro als Wertskala für das Rechnungsgeld (für Preise und Löhne) bleibt dabei unverändert stabil. Der Staat füllt den Wertverlust des Zahlungsgeldes mit neu geschöpften Geld auf, so daß der Gesamtwert des umlaufenden Geldes und damit die Preise konstant bleiben. Mit dem geschöpften Geld kann der Staat dann arbeiten.

Bei einem "Fließfaktor" von 0,03 % Abwertung des Zahlungsgeldes pro Tag kann dem Staat eine Finanzspritze von ca. 60 Milliarden pro Jahr zufließen, genug um die dringendsten Finanzlöcher zu schließen. Und bei einem Fließfaktor von 0,075 % pro Tag können dem Staat pro Jahr ca. 150 Milliarden Euro zufließen, genug um für alle Arbeitswilligen eine gemeinnützige Arbeitsstelle zu finanzieren und zugleich den Abbau der Staatsschulden in 20 Jahren zu erreichen.

Als weitere Evolutionsstufen sind denkbar:

  • mittelfristig die Abschaffung aller Lohnnebenkosten (Lohn-/Einkommen- steuern, Sozialversicherungen), so daß kein Unterschied zwischen Normal- und Schwarzarbeit besteht,
  • ein allgemeines Grundeinkommen, sobald das allgemeine Verantwortungsbewußtsein sich im erforderlichen Maße entwickelt hat.
  • Wegen weiterer Detailfragen (technische Handhabung, Sparen und Leihen, Export, Kapitalflucht, Vergleich mit Regiogeldsystemen usw.) wird auf die o. g. Schrift verwiesen.

Selbstverständlich sind noch viele Fragen offen, vor allem die Probleme der politischen Durchsetzung und bei der Einführung im nationalen Alleingang. Darum werden Helfer gesucht, um das Konzept auszugestalten bzw. die Idee weiter zu verbreiten. Wer kann dazu etwas beitragen?

Ich darf mich noch kurz vorstellen: Ich bin Rentner, von Haus aus Mathematiker, Gründer und langjähriger Leiter der Ethikschutz-Initiative, die sich um Schutz und Hilfe für sog. Whistleblower bemüht (d. s. Angestellte, die von seiten ihrer Vorgesetzten Repressalien erleiden, weil sie sich gegen Mißstände im Betrieb engagieren oder die Beteiligung an unverantwortlichen Projekten verweigern oder vertuschte Umweltgefährdungen ans Licht bringen o. dgl.). - Z. Zt. bin ich noch (mit 78 Jahren) Vorsitzender von VIA MUNDI e.V. (Interessengemeinschaft für transzendenzoffene Wissenschaft und christliche Spiritualität); demnächst findet die 24. Jahrestagung dieser Vereinigung mit dem Thema: "Spirituelle Erfahrungen - Grundlage für ethisches Handeln" statt; die nächste Tagung steht unter dem Titel "Erde im Wandel". - Außerdem habe ich einen kleinen Verlag (1/2-Mann-Betrieb).

Bei Interesse kann ich Ihnen zum einen oder anderen weitere Unterlagen schicken.

Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören, insbesondere, wenn Sie die Idee der subfluenten Währungen für diskussionswürdig halten und evtl. in der NEUEN POLITIK darauf hinweisen möchten. Denn ich halte es für wichtig, daß die Menschen die Überzeugung gewinnen, daß wir der jetzigen Wirtschaftsordnung nicht schicksalhaft ausgeliefert sind, daß eine bessere Welt möglich ist, sie muß nur wirklich gewollt werden. Und wenn diese Wirtschaftsordnung einmal zusammenbricht, dann sollte bekannt sein, wie man eine bessere zukünftige Welt aufbauen kann, anstatt die alten Fehler wieder neu zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Günter Emde
Seeoner Str. 17
D-83132 Pittenhart
Tel. +49-8624-829848
Fax  +49-8624-829880

Die folgenden Schriften können bestellt werden beim G. Emde Verlag, Seeoner Straße 17, 83132 Pittenhart (Preise verstehen sich zzgl. Porto):
"Subfluente Währungen. Fließendes Geld bei stabilen Preisen" (70 Seiten, 3,- Euro);
Zwei Aufsätze: "Terra Viva. Sammlung von Ideen zur Schaffung einer besseren Welt" und "Die eigentliche Ursache der Arbeitslosigkeit. Eine bessere Welt ist möglich." (8+4 Seiten, zusammen 1,- Euro)

 
 
 
 

Johannes Scholler,
9. Juli 2006

(D.K.) Johannes Scholler, München, hat mir am  9. Juli zu den Buchvorstellungen (nicht Buchbesprechungen!) > Drei Bücher von  Gotthard Barth, Teil I < in der Ausgabe Mai 2006 des Kommentar- und Informationsbriefes folgenden Leserbrief geschickt. Der Leserbrief beschäftigt sich  mit einem der angebotenen Bücher: > Der gigantische Betrug mit Albert Einstein <.

Die Kritik Gotthard Barths an Einstein argumentiert fachlich und persönlich. Letzteres ist so unqualifiziert wir sie mir neu ist. „Mathematisch völlig unbegabter Fachlehrer“ war Albert Einstein jedenfalls schon insofern nicht, als er die einschlägige Mathematik jedenfalls in soweit überschaute, daß er Fachberatern gegenüber ein unabhängiges Urteil hatte. „Untalentierter Pädagoge“ vielleicht, aber darauf kommt es bei einem Pionier - und das war Albert Einstein - nicht an.

Mathematisch waren Einstein seine Vorgänger H.A. Lorentz, H. Poincaré und die seiner Spur folgenden Interpreten Hermann Minkowsky und Hermann Weyl überlegen, doch Einstein war unter ihnen der einzige „Vollblut-Physiker“. Albert Einstein war Dilettant im besten Sinne des Wortes und erkannte als Erster instinktiv den physikalischen, d.h. realen Gehalt der neuartigen mathematischen Verknüpfungen. Diese waren ein deutliches Indiz gegen die zäh haftende Vorstellung eines alles durchdringenden, das Licht - wie Luft den Schall - fortleitenden „Äthers“, eine Vorstellung, welche heute noch eingeschränkt zäh fortlebt.

Dilettant: Der Pionier, ein Tor aufstoßender, muß Dilettant sein, wenn auch instinktsicher und damit auch genial; Genie ist er nicht und der Begriff „Genie“ als persönliches Merkmal wäre besser aufgegeben. Es gibt geniale Vorgänge, zeitlich begrenzt - oft recht eng begrenzt - in einem Einzelnen, aber nicht wandelnde Genies. Ein Bibelwort auf einen prophetisch wirkenden Einzelnen gemünzt, mag den inneren Vorgang erhellen: „Du wirst einen Weg gehen, den vor Dir keiner ging, doch Dein Fuß wird nicht straucheln und der Schlinge auch entgehen“. Hier könnte eine Spur gesehen werden zu solcherart Kritik, eben auch der Gotthard Barths: das deutliche Gefühl auf solchen Wege zu straucheln und sich verfangen zu müssen.

Das zur persönlichen Kritik an Einstein. Fachliche Kritik an Einsteins Lehre kam schnell. Im Nationalsozialismus wurde sogar eine dagegen gerichtete „Deutsche Physik“ gefördert. Das erwies sich schnell als nicht haltbar.

Zum Begriff geniealer Dilettant: Es gibt weitere Beispiele, unter Anderem den Arzt und Nichtphysiker als Entdecker des bedeutendsten Gesetzes der Physik, des Satzes von der Erhaltung der Energie, Robert Mayer ...... Und den Nichtakademiker Michael Faraday, die Idee der Nahewirkung als Grundlage allgemeinen elektrodynamischen Geschehens „mystischer“ mathematischer Fernwirkung entgegensetzend. Einstein wandelte auf beiden Spuren, das fruchtbare Konzept der Nahewirkung auf die Gravitation  ausweitend und R. Mayers Gedanken mit dem Nachweis der Äquivalenz von Masse und Energie krönend. Isaak Newton sagte einmal von seiner (Newtons) Leistung: „Ich stand auf den Schultern von Riesen“. Das ließe sich zum Verhältnis Einsteins zu diesen ihm vorhergehenden Pionieren (Mayer, Faraday und dessen Schüler James Clerk Maxwell) sagen. Auf politischem Gebiet gibt es eine Berührung Einsteins mit dem genialen Dilettanten und Zeitgenossen Mahatma Gandhi, als er 1914 dem beinahe allgemeinen Kriegstaumel gerade des gebildeten Deutschlands mit Wenigen sich mutig widersetzte. Auch das sollte nicht vergessen werden.

(D.K.) Nachwort: Ich habe lange Zeit folgende Broschüre angeboten: > Dr.-Ing. Rolf Schaffranke: "Einsteins neues Konzept des Äthers" Europäische Universitätsdokumentation einer wissenschaftlichen Unterschlagung + Warum Japan heute an führender Stelle steht - mit einem Vorwort von Gottfried Hilscher, erweitert durch die Wiedergabe einer Rede von Albert Einstein "Äther und Relativitätstheorie" <.  In dieser Rede hebt Albert Einstein seinen Bannstrahl gegen den Äther wieder auf. Bei wenigsten drei Bestellungen würde ich die Broschüre wieder auflegen und anbieten. Sie würde einzeln € 3,60 zzgl. Versandkostenpauschale € 2.10 kosten. Daß der Leserbriefschreiber ganz schnell bei der „Deutschen Physik“ landet, finde ich nicht angebracht. Ich habe mehr denn je den Eindruck, daß in Deutschland seit den zwölf Jahren Nationalsozialismus nicht mehr vernünftig diskutiert werden kann, ganz egal, in welchem Fachgebiet, wenn Menschen jüdischen Glaubens daran beteiligt sind, tot oder lebendig. In der Tat ist auch Gotthard Barth in Österreich als Antisemit beschimpft worden. Damit geht man einer wirklichen Auseinandersetzung aus dem Weg und liest noch nicht einmal seine Bücher.

Ich mache  auf zwei eigene Beiträge aufmerksam, die Sie auf der Web-Seite www.neuepolitik.com unter „Politik“ lesen können: > Arthur Brauner und die traurige Wahrheit < Ausgabe Juni 2005 und  > Zum soundsovielten Mal: Palästina, Israel, die Massenvernichtungswaffen und  der 3. Weltkrieg <,  Ausgabe September 2004. Leserinnen und Leser, die das Internet nicht nutzen können, schicke ich auf Anforderung die beiden Beiträge kostenlos zu.

 
 
 
 

Prof. a.D.. Dr. Ludwig Schauwecker,
24. Juli 2006

Sehr geehrter Herr Kersten,

mit ihren Ausführungen zu Schwarz-Rot-Gold (Juli/August) sind Sie leider - wie viele andere - auf dem Holzweg. Diese Farben gehen auf das Reichswappen Heinrich VI. in der Manessischen Handschrift um 1200 zurück. Das Wappen ist identisch mit dem Adler der heutigen Dienstflaggen - ob Ihnen dieser angebliche ‘Zusatz’ nun gefällt oder nicht. Auch das herzoglich-württembergische Wappen führt in einem  seiner Felder dieses Wappen. Denn Württemberg war Fahnenträger des alten Reiches bis 1806.

Später wurden die Farben nur nebeneinander gelegt, in der heraldisch richtigen Reihenfolge Metall-Farbe-Metall.

Die Farben der Uniform des Lützowschen Freicorps wie auch die Burschenschaftsfarben können  als Zwischenstation oder Brückenschlag aufgefaßt werden, oder sollten sie trotz 600-jähriger Tradition plötzlich vom Himmel gefallen sein? Sie sind Ausdruck der Reichssehnsucht des 19. Jahrhunderts und nur so verständlich. Sie wurden demokratisch gedeutet.

Übrigens hat die auf der Wartburg verwahrte Burschenschaftsfahne nur zwei Felder: Schwarz-Rot.  Diese Fahne ist mit, wie bei jeder Vereinsfahne üblich, golden gerahmt und die Quaste ist ebenfalls golden, aber eben nicht Schwarz-Rot-Gold!

Besten Gruß Ihr Prof. a.D.. Dr. Ludwig Schauwecker

(D.K.) Im Editorial der Ausgabe Juli/August hatte ich bewußt die Wartburg und die Burschenschaften verschwiegen, da es mir darauf ankam, die Hambacher europäischen Gemeinsamkeiten zu betonen. Die geschilderte Fahne auf der Wartburg ist eben eine Vereinsfahne und nicht die Fahne der Deutschen. Alles andere ist mir, um es berlinerisch auszudrücken, schnurze. Als Laie unterscheide ich Fahne und Wappen, obwohl, zugegeben, die Grenzen fließend sein können.

 
 
 
 

Norbert Schenkel ,
12. Mai 2006

Lieber Herr Kersten,

der Beitrag > Theorie einer „neuen Gründerzeit“ in Deutschland?  < von Martin Rust in Ausgabe Mai 2006 ist ja faszinierend zu lesen. Vieles könnte man aus egoistischer, materialistischer Sicht unterschreiben, wenn es nicht ein Rückfall in den Frühkapitalismus wäre. Einige der Punkte 1-8 kann ich voll mittragen, z.B. das mit der Abtreibung. Aber - die Frauen, die dies unter äußeren Druck tun müssen, sind nicht zu beneiden! Es wird sich nichts ändern, solange nicht 1-2 Millionen Menschen sich intensiv mit der anthroposophischen Soziallehre auseinandersetzen; und hier wird es ernst. Man könnte Rusts Artikel eine Glosse nennen, wenn die Zeiten nicht so ernst wären. Amerikanischen oder südafrikanischen Frühkapitalismus zur Diskussion zu stellen, ist eine gute Provokation, die uns gesamtgesellschaftlich aber nicht weiterführt.

PS. Die Theorien von G. Werner  zum Grundeinkommen, erschienen in Ausgabe Januar 2006 sind im heutigen System Energieverschwendung, sind Halbwahrheiten.

Grüße Ihr Norbert Schenkel   22. Mai 2006
 
 
 
 

Enrique Heymann, Buenos Aires
12. Januar 2006

Sehr geehrter Don Dieter.

Etwas über Majestätsbeleidigung.

Wir haben hier in Südamerika zwar keine Majestäten, jedoch majestätische Führergestalten, welche sich jeder Kritik widersetzen und sich schnell beleidigt fühlen. Untertanen und Opponenten wird dadurch demokratisches Handeln abgewöhnt.

Im Kaiserlichen Deutschland war der Hauch einer eventuellen Majestätsbeleidigung strafbar und eine liebe Gewohnheit.

Wenn eine Zeitung etwas brachte, was der Obrigkeit mißfiel, wurde der jeweilige Redakteur verurteilt, einige Tage oder Wochen ins Gefängnis zu wandern, je nach der Schwere der Missetat.

Da die leisen Kritiken am kaiserlichen Vorgehen sich häuften, wurden ganz spezielle Redaktionsbeamte beschäftigt, deren einzige Aufgabe es war, ihr Gesäß bereit zu halten.

Man nannte sie Sitzredakteure.

Es gab auch Grenzfälle, z.B. den des Reichstagsabgeordneten Gustav Müller, eines echten Berliners, dem Wilhelm der Zweite vorwarf > er könne nicht mal zwischen mir und mich unterscheiden <. > Kann sein, < sagte Gustav, > aber ich kenne den Unterscheid zwischen „Mein und Dein“ <. Allerhöchstes Stirnrunzeln.

Hier in Argentinien haben wir Redefreiheit. Wir können laut sagen, was wir wollen, z.B. „Es lebe der Präsident“.

Im heißen Sommergrün hören wir ein leises Zirpsen. Es sind keine Grillen. Es sind Si Senor (Jawohl, Gebieter) Sise SS SS SS SS ...

No senor ist nicht ratsam.

Ein gutes Neues Jahr.
Wo sollnwan det hernehmen?
Enrique Heymann, Buenos Aires
Vor gut 99 Jahren in Berlin-Wilmersdorf geboren.
12. Januar 2006

 
 
 
 

Verena van Ogtrop
23. November 2005

Lieber Herr Kersten!

........ Wenn die „Neue Politik" hier per Post ankommt, dann gibt es bei mir immer eine große Pause im Arbeitsprogramm, weil ich zuerst wenigstens diagonal mich schon informieren muß. Ich bewundere Ihren Mut. Es ist schon erstaunlich, dass Sie noch keine Schwierigkeiten bekommen haben.
Mit allen guten Wünschen für Sie

Ihre Verena van Ogtrop 23.11.2005


(D.K.) Frau Verena van Ogtrop ist Inhaberin des Euro-Verlages in 24395 Nieby, Falshöft 13, Tel. 04832-2191, Fax: 04643-2180. Neben zahlreichen interessanten verlegten Büchern, von denen ich auch einige im Angebot habe, vertreibt der Euro-Verlag als Wiederverkäufer ABRAXAS-Artikel, wie z.B. Magnetfeld- und Orgon-Generatoren. Die Forschungsabteilung des Euro-Verlages hat außerdem radionisch informierte und mit Biophotonen aufgeladene Korkplatten entwickelt. Lassen Sie sich Informationsmaterial schicken!

 
 
 
 
Friedrich Bargel
15. November 2005

Lieber Dieter Kersten,

Dein Name ist mir noch von alten AUD- Zeiten in Erinnerung. ...

Nun einige Gedanken, die mir nach der Wahl besonders bewußt wurden:
Das Gefährliche an der Demokratie ist, daß Menschen, die sich nicht für Politik interessieren (weder Zeitung lesen noch Nachrichten im Fernsehen hören) und infolgedessen von Politik auch nichts verstehen, wichtige politische Entscheidungen treffen dürfen, nämlich wählen.

Die Vergeßlichkeit der Wähler ist die Grundlage für die Wahlerfolge unserer Parteien.

95 % wählten die Parteien, die in den vergangenen Jahren den Niedergang unseres Landes nicht verhindern konnten.

Mit Verbitterung mußte ich feststellen: jedesmal wenn ich eine Partei gewählt habe, die danach an der Regierung beteiligt war, hatte ich eine Partei gewählt, die meinen persönlichen Interessen geschadet hat.

Für die grenzenlose Staatsverschuldung muß ich mit haften, bzw. die Einschränkungen mit tragen. In einigen Jahren wird eine Währungsreform alle Ersparnisse vernichten, auch die der jetzt geförderten privaten Zusatz - Versicherungen.

Für die von den Politikern und Parteien (und DGB und. VdK) verschlafene rechtzeitige Umstellung der Rentenversicherung werde ich jetzt bestraft, aber noch mehr meine Kinder. Dabei war bereits bei Einführung des Generationenvertrages durch Adenauer bekannt, daß ab den 90er Jahren das System wegen der Altersentwicklung nicht mehr funktionieren wird. Waren die Parteispenden der Versicherungsunternehmen Grund für das Nichthandeln der Politiker? Die Folgen einer falschen Europapolitik, des zu früh eingeführten EURO (er löst keine Probleme, macht aber viele schwerer lösbar), die gedankenlose Öffnung unseres Landes gegenüber der Globalisierung muß ich mittragen.

Die Hoffnung, die mich mit zum Aufbau der GRÜNEN getrieben hatte, wurde inzwischen bitter enttäuscht.

Wir werden regiert von Unfähigkeit, Unwilligkeit und Dummheit (die Reihenfolge kann auch anders sein). Das gilt auch für fast alle "Fachleute" aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Oder wird alles gesteuert von einer "kriminellen Vereinigung" aus dem Hintergrund? ...

Alles Gute und viel Kraft für Deine aufklärende Arbeit
Friedrich Bargel
 
 
 
 
W. Kufner
30. Oktober 2005

Sehr geehrter Herr Kersten,

zum Beitrag "Moderne Wirtschaft- Veraltetes Steuersystem" möchte ich noch etwas anmerken:

Alles was da geschrieben steht findet meine vollumfängliche Zustimmung.

Daß allerdings unsere Regierung (egal welcher Zusammensetzung) sich dazu durchringen könnte, die Besteuerungsmethode zu ändern, ist reine Illusion. Man muß sich überlegen, welche Leute die Regierung repräsentieren und warum. Mir ist nicht bekannt, daß an maßgeblicher Stelle in der Regierung Leute sitzen, die die Interessen der arbeitenden Bevölkerung (also der geschröpften, arbeitenden Steuerzahler) vertreten. Und wo keine mächtige Lobby ist, da ist auch keine Einfluß auf die Gesetzgebung.

Nun trifft leider das alte Sprichwort zu, wonach jedes Volk die Regierung hat, die es verdient. Solange die Leute glauben, sie würden mit auf der Gewinnerseite sein, wenn sie eine der beiden großen Parteien wählen, wird sich an den Zuständen nichts ändern. Ändern wird sich erst etwas, wenn die Abgeordneten merken, daß sie nicht mehr gewählt werden und infolgedessen ihr bequemer Sessel an den Fleischtöpfen der Macht wackelt. Wir können es uns also sparen, nach einer Änderung des Steuersystems zu verlangen, solange sich nicht das Wählerverhalten ändert. Wir werden nur ausgelacht. Gleiches gilt natürlich für die Forderung nach mehr direkter Demokratie.

Bei der letzten Bundestagswahl hat die steuerzahlende Bevölkerung verloren, egal ob sie schwarz oder rot-grün gewählt hat. Vielleicht hat man ja etwas daraus gelernt.

Was die Energieseite betrifft, so sehe ich nur eine Möglichkeit: möglichst viel selber machen und so wenig wie möglich zu kaufen. Aus dem Grunde habe ich auch einen Sonnenkollektor, eine Fotovoltaikanlage, und ich heize mit Holz meinen Stirlingmotor. Wer sehen will, wie man so etwas macht, eventuell sogar selber baut, kann gerne mal unter www.go.to/kufner-stirling reinschauen.

Viele Grüße, W. Kufner
 
 
 
 
Enrique Heymann
Buenos Aires
13. August 2005

(D.K.) Unser Leser in Buenos Aires, Enrique Heymann, vor 98 Jahren bei mir in der Nähe, in der Durlacher Straße, geboren, hat im ARGENTINISCHEN TAGEBLATT einen Leserbrief veröffentlichen lassen und mir freigestellt, diesen ebenfalls abzudrucken, was ich gerne tue. Ich wünsche, daß Enrique Heymann uns noch lange erhalten bleibt.

Ich weiß nicht was soll es bedeuten...

Nach dem Motto: Hauptsache ist nicht das, was geschrieben, sondern wie es geschrieben ist, handelt es sich bei der so genannten Rechtschreibreform anscheinend um eine unerbittlich voranschreitende, wenn auch zögerliche Vorschrift. Wenn Heine singt „Ich weiß nicht was soll es bedeuten, daß ich so traurig bin", müßte es laut dem Ober-Sprachwächter Dr. Zehetmaier heißen: „Ich weiß nicht was es bedeuten soll", aber dann gäbe es keinen Reim. Nun war Heine jemand, der vollen Gebrauch von dem machte, was man allgemeinhin als „dichterische Freiheit" bezeichnet, welche Dr. Z. ablehnt.

Dr. Z. bereitet eine Übersetzung der bayrischen, seiner Muttersprache, ins Deutsche vor, da er noch nicht ganz sicher, sogar im Gegenteil noch ganz unsicher ist, welcher Rechtschreibung zu folgen ist. So wurde das Mammutwerk auf die lange Bank geschoben. Dr. Z. ist ein sehr rühriger Mann, der das Gedruckte liebt - nicht weil es ihn interessiert, sondern weil ihn die Schreibfehler faszinieren.

Sein ferner Vorfahr, der Doktor Johann Nepomuk Fürchtegott, war ein Studiengenosse Goethes. Als dieser nun ihm in seinem Überschwang aus dem Werther vorlas, unterbrach er ihn in seinem Unterschwang mit den Worten: „sollte Kestners, Lottens Verlobten, Leiden heißen". Goethe hörte aufmerksam zu und warf ihn die Treppe runter (herunter). Wer ihn aufhob, wissen wir nicht.

Ich habe meine Rechtschreibung in Berlin-Schmargendorf in der Oberrealschule am Fenn eingetrichtert bekommen.

Man hat uns dort belehrt und Kenntnisse vermittelt und nicht verrückt gemacht mit sehr zweifelhaften Änderungen.

Es lebe die deutsche Sprache; sie leuchtet und erquickt uns ohne dauernde Mäkeleien.

 
 
 
 
Hilmar Langlet
Buxtehude
3. August 2005

Sehr geehrter Herr Kersten,

Sie sind enttäuscht, daß erst einmal keiner auf Ihren doch gewiß sehr begründeten Demokratievorschlag reagierte, Direktkandidaten zu einer nachhaltigen Stellungnahme zu bringen. Sie prangern zu Recht Vieles in unserer so genannten Demokratie an. Demokratie kann aber immer nur so gut sein, wie eine Mehrheit wählt, das ist die Gerechtigkeit der heutigen Zeit, die wir heute erkennen „dürfen", wenn wir das wollen. Aber auch schon die letzten Reiche, z.B. der Deutschen, zeigen, daß immer der Wille des Volkes „berücksichtigt" wurde, auch wenn das „primär" emotionale Volk sich allzu leicht von zu kurz gedachten Ideen „begeistern", einwickeln ließ. Nämlich von Stolz und einer Großmannssucht, wie sie heute bei den vielen lauten Proleten (mit oder ohne so genannte Musik) so offenkundig und damit wenigstens „ehrlich" gezeigt wird, nachdem uns der materielle Wohlstand aus allen Knopflöchern wucherte. Ich nehme da unsere sozial Schwachen also nicht aus, die nicht viel besser sind, als die vielen Wohlstands-Rambos die an der Macht sind. Denn was machen die versorgten Schwachen „mehrheitlich" (in einer Demokratie entscheidet die Mehrheit) in ihrer Dummheit. Und die vielen alleinstehenden Frauen, die Kinder zu mündigen Bürgern erziehen sollen, vermögen das mit oder ohne „genügend" Geld mehrheitlich nicht, weil sie es selbst nicht wurden. Das ist meiner Meinung nach [1] das Dilemma, daß die Basis nicht mündig, erwachsen ist. Und die vielen klugen Männer mit ihren vielen falschen, kurzsichtigen Idealen, wenn sie noch welche haben, streben nur noch zum Pragmatischen, zum vordergründigen Erfolgsdenken, ohne eine fundierte menschgemäße Gesinnungsethik, ein Gewissen, das zum Fremdwort wurde. Das ermöglichte zwar eine prosperierende Wirtschaft mit viel materiellem Wohlstand, aber der Mensch verkam dabei, verlor all seine Werte, und Charakter wurde auch zum Fremdwort, alles mehrheitlich, da der nötige Weitblick verloren ging, sich bis heute nicht weltweit allgemeingültig durchsetzen konnte, offensichtlich!? Und was machen die Weit- oder gar Durchblicker? Sie schweigen hilflos, angesichts des so sehr im Materiellen Erstarrtseins und der am Unwesentlichen nur orientierten und operierenden Machthaber und ihrer Mitläufer! Denn was könnte man anderes tun, als diesen Zustand ins Bewußtsein zu bringen, als grundlegend „Neues Begreifen", was vor allem fehlt, eine Neue Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die ganz neu zu initiieren ist, anstatt nur an Symptomen zu operieren? Aber um sich eines grundsätzlichen Mangels bewußt zu werden, muß man erst einmal feststellen, daß etwas Grundsätzliches fehlt! Und das ist das eigentliche Problem. Es „liegt dem Menschen nicht, sich Fehler einzugestehen", weil das ein Gefühl der Sinnlosigkeit des Bisherigen erzeugt. Und das ist das „Emotionale Problem" unserer noch so unreifen Menschheit, die lernen muß, das Freiheit kein Selbstzweck ist, sondern mit Verantwortung zu tun hat. Dieses „Emotionale Defizit" versucht schon so lange die Kunstszene mit mehr oder weniger Erfolg abzudecken.
 
 
 
 
Gottfried Hilscher
23. August 2005

Lieber Dieter!

..... Der Grund für diesen Brief ist mein großes Kompliment zu Deinem Leitartikel auf Seite l der Neuen Politik, Juli/August 2005. Du sprichst mir nicht nur aus dem Herzen, auf jede zweite Deiner Feststellungen könnte ich noch 'Einen' draufsetzen. Was Schröder in Szene gesetzt hat, könnte jedem deutlich machen, daß unsere Demokratie längst auf dem Kopf steht, und wie man diesen Mißstand auf die Spitze treiben kann. Meine politische Reife und Empörung werde ich dadurch dokumentieren, das ich der Wahl fern bleibe - so sie denn überhaupt stattfindet.

Auf Seite 2 Deiner Postille konnte ich endlich im Wortlaut nachlesen, was Werner Schulz der Regierung „überdeutlich“ ins Stammbuch diktiert hat. Was heißt überhaupt Regierung? Auch ich zitiere Bertold Brecht: „Sie glauben, sie seien an der Macht. In Wirklichkeit sind sie nur an der Regierung." Und noch dazu, wie Schulz richtig feststellt, aus der Verantwortung geflohen. .....

Lieber Dieter, mit einem herzlichen Grüß Gott habe ich mich damit von dem befreit, was ich Dir mitteilen mußte.
 
 
 
 
Oskar Steinacker
Mühlacker
29. Juli 2005

zur „Editorial"- Sammlung auf Seite 3 der Juli/August-Ausgabe wäre ergänzend zu bemerken, daß der Unterschied zwischen Reiche „rupfen“ und Ausbeutung jener ist, den die Bibel mit den Brosamen vom Tische der Betuchten umschreibt. Redlich und üblich ist indessen, das Volk zu enteignen und den Enteigneten das enteignete Volkseigentum als Aktie wieder zum Kauf anzubieten. (Die aber nicht kaufen, weil sie nicht einmal die Binnenkonjunktur ankurbeln können.) Der Gymnasiallehrer, Herr Finanzminister Eichel, ist eben dabei, auch noch den allerletzten Löffel Volksvermögen zu verscherbeln und so den Art. 14 GG gar treu und bieder zu erfüllen, sintemalen die Post, die Telekom und die Bahn nicht nur ihre Preise laufend gesenkt, sondern ihr Dienstleistungsangebot derart verbessert haben, daß Bahnfahren eine Wonne, Pakete verschicken ein berauschender Event und die telekommerziale Handykultur derart sexy ist, daß man es keinem mehr extra verclementieren muß. (Anm.: wirtschaftsministrielle Art, Sirup als Honig zu verkaufen.) Das GG rangiert als erweiterungs-, erpressungs- und ignorierfähiges Stück Papier mit einer Präambel, die es praktisch gar nicht gibt. Die BRD wird am Hindukusch verteidigt und es hat sich neuerdings eine Kaste vorbildlicher Gesetzesbrecher herausgemendelt, die ehrenwörtlich versichert, wessen die Parteienoligarchie bedarf. Wenn jemand hohes Fieber hat, sollte man aber dessen Ursache und nicht den Schweiß bekämpfen.
Mit allen guten Wünschen verbleibt
Oskar Steinacker
 
 
 
 
Dr. med. H. G. Vogelsang
Leydelstr. 35
D – 47802 Krefeld

Rot-Grün will den von den USA ausgerufenen III. Weltkrieg nicht führen, denn Weltkriege werden von rechts ausgelöst. Die Schuld dafür wird man wieder dem deutschen Volk geben, aber dieses wird Angela Merkel/CDU nicht gewählt haben. Das interessiert die Kanzlermacher aber nur am Rande, geheime Wahlen sind nicht kontrollierbar, und auch im Jahr 2005 der angeblich demokratischen BRD gilt das Wort von Josef Stalin: „Entscheidend ist nicht, wer wählt, sondern wer zählt.“ Das ist nicht der demokratische Souverän.

Hier ein Beweis: Laut einer Internetabstimmung der Westdeutschen Zeitung (http://www.wz-newsline.de) stimmen die überwiegend von den Medien verbreiteten Umfrageergebnisse zugunsten der Rechten nicht, sondern es wählten:

CDU/CSU 31.0%
SPD 30.1%
PDS 12.3%
Sonstige 11.6%
Grüne 7.6%
FDP 7.5%

Mir, der ich mit einer Industriellenfamilie aufwuchs, ist das nichts Neues: die Meinungsumfrageinstitute werden in diesen Kreisen verachtet, aber schamlos gekauft.

Laut einer mehrfach bestätigten dpa-Meldung hat Angela Merkel/CDU am 17. Juni 2005 offiziell verkündet, dass "die deutschen Bürger keinen immerwährenden Rechtsanspruch auf eine demokratische Verfassung haben". Dazu angestiftet wurde Merkel von David Rockefeller auf der Geheimkonferenz der Bilderberger im Mai 2005 in Rottach/Tegernsee. Sie soll die Deutschen auf ihre demokratische Abwehrbereitschaft testen, ob sie reif für eine Weltdiktatur sind.

Diese Meldung wurde rechtsanwaltlich geprüft und bestätigt von
R A – Kanzlei M.E. Koeppl, Rechtsanwältin Monika Koeppl, zugelassen bei den Landgerichten innerhalb der BRD, beim Oberlandesgericht München und dem Bayerischen Obersten Landesgericht, Benediktenwandstr. 10, D - 81545 München, Telefon 0049 (89) 642680-0, eMail: RA-KANZLEI-KOEPPL@web.de
 
 
 
  Norbert Schenkel
Umpferblick 11
97922 Königshofen
18. April 2005

(D.K.) Den folgenden Leserbrief hat unser Leser Norbert Schenkel, Umpferblick 11, 97922 Königshofen am 18.4.2005 der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG zur Verfügung gestellt. Herr Schenkel hatte mich gebeten, dieser Leserbrief per Fax dem Büro von Herrn Müntefering zuzuschicken, was ich ebenfalls am 18. April tat.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG hat am 26. April den Leserbrief so verkürzt abgedruckt, daß der Inhalt völlig verzerrt beim Leser angekommen sein muß. So ist es mit den Medien in Deutschland.

Leserbrief: SPD-Chef kritisiert das Kapital und geht Manager frontal an

Sicher meinte hierbei Herr Müntefering den zügellosen Kapitalismus, denn Kapital entsteht ständig durch Rationalisierung der Arbeit. Arbeit, die zwischen der Naturgrundlage und dem Intellekt (Geist) steht, wird auf ein Minimum heruntergebracht, und das ist richtig so! Aber hier sind wir schon beim Problem: Gewinne in der heutigen asozialen Marktwirtschaft werden privatisiert und Verluste z.B. an Arbeitsplätzen sozialisiert, d.h. dem Staat zugeschoben. Dass dieser auf die Dauer in Schwierigkeiten gerät, egal wer regiert, dürfte jedem denkenden Menschen einleuchten. Inzwischen wird es aber in der BRD immer toller. Trotz Riesengewinnen im Milliardenbereich, will die Deutsche Bank unter dem unseligen Herrn Ackermann Tausende Menschen entlassen. Also rücksichtslose Gewinnmaximierung wird weitergehen, solange Arbeit als Ware und Kostenfaktor minimiert werden muß.

Arbeit gehört in den Bereich des Rechtslebens, d.h. zum Staat und nicht in den Wirtschaftsbereich. Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit, um überhaupt sozial im Umgang mit anderen Menschen werden zu können.

Die deregulierten Finanzmärkte, mit dem sich ständig vermehrenden Geld, ohne Bindung an die Warenproduktion, ist eine der größten Versuchungen in der Menschheitsgeschichte; nämlich aus Geld noch mehr Geld zu machen. Die heutige weltweite elektronische Vernetzung macht dies auf den Finanzmärkten und Börsen möglich. Daß Geld altert, wie jede Ware, und nicht noch durch Zinseszins vermehrt werden kann, oder durch Spekulation mit Devisen oder Hedgefonds, sollte allmählich sich herumsprechen. Nicht benötigtes Kaufgeld wird Leihgeld und zuletzt Schenkungsgeld für die Ausbildung der Jugend; und an die alten Menschen geschenktes Geld. Solange das von den Menschen nicht verstanden werden will, geht eben Spekulationsgeld und Gewinne der Kapitaleigner (nicht zuerst der Unternehmer, die eine wichtige Aufgabe im sozialen Ganzen erfüllen) immer mehr zu den Reichen und die Armee der Armen wird immer größer, wie statistisch in letzter Zeit für die BRD festgestellt wurde. Alles geht so weiter bis zum nächsten Krieg!! Ja man höre und staune: Beide großen Weltkriege waren Wirtschaftskriege! Hitler wurde von der Warburg- und der Baruch-Bank in den USA wegen dessen Antikommunismus mitfinanziert.

Nun wird man fragen müssen, wo bleibt bei einer Neugestaltung des sozialen Miteinanders, die Rolle der Gewerkschaften, wo die Unternehmensvertreter und der Fiskus? Diese müßten eben die Vereinigungen von Produzenten, Händlern und Verbrauchern bilden! Wie wird die heutige Menschheit, die zu Egoismus erzogen und zur Raffgier neigt, auf eine solche Erneuerung reagieren? Zweifelsohne mit viel Widerstand, wie schon 1919 in Heilbronn, als empörte Menschen den Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, nach einer Veranstaltung in der "Harmonie" in den Neckar werfen wollten. Rudolf Steiner (1861-1925) mußte die ganze Aktion nach dem 1.Weltkrieg nach sechs Monaten einstellen, die uns mit der «Dreigliederung des sozialen Organismus" in eine freie Kultur und freie Religionsausübung, mit Gleichheit vor dem Recht und einem brüderlichen Wirtschaften in eine andere Zukunft, als die des "Dritten Reiches“, geführt hätte. Es sollten Lösungen, solange noch Zeit ist, die auf Rudolf Steiner und seine Schüler zurückgehen, ernst genommen, gelesen und teilweise umgesetzt werden, auch wenn weiterhin globalisierte, deregulierte Geldgeschäfte weltweit an den Finanzmärkten getätigt werden.

Wo liegt nun der Hebel für eine Umorientierung? Robert Owen, ein schottischer Sozialreformer von Format, experimentierte an äußeren Ablaufbedingungen ab 1824 in Indiana/USA und schuf dort eine Art kleinen Musterstaat. Seine schlimmen Erfahrungen bestanden darin, dass die Arbeitsmotivation fehlte und sich Arbeitsunlustige genug fanden, welche die Arbeit auf ihre Mitmenschen abladen wollten, wodurch Streit, Kampf und zuletzt der Bankrott der Kolonie erfolgen mußte. Die tiefere Erkenntnis Owens war, und davon spricht Rudolf Steiner schon 1905 in „Geisteswissenschaft und soziale Frage“, daß alles menschliche Elend eine Folge des Egoismus ist, und formuliert dann sein soziales Hauptgesetz, daß in einer arbeitsteiligen Wirtschaft keiner die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht. A. Caspar hat dankenswerterweise die kurzen Ausführungen R. Steiners zu Ende gedacht mit dem buchhalterischen Geld, das altert, und mit dem nicht spekuliert werden kann.

Der Fliegerschriftsteller Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) sprach 1944, kurz vor seinem Abschuß, von einem einzigen Problem, ein einziges in der ganzen Welt: "Den Menschen eine geistige Bedeutung wiederzugeben, ein Suchen nach geistigen Werten; auf sie etwas herunterströmen zu lassen, das einem gregorianischen Choral ähnelt." Der oben erwähnte Rudolf Steiner spricht davon: "Nur wenn die Menschen wollen, schreitet die Menschheit voran. Dass sie aber wollen, dazu ist bei jedem die innere Seelenarbeit notwendig. Die Frage ist: „Wie breiten wir eine einheitlich wirkende Geistigkeit unter den Menschen aus, dann können wir uns in Vereinigungen im Wirtschaftsleben zusammenfinden." Es geht doch letztendlich um die Einsicht, daß ohne eine geistige Weltanschauung und einer brüderlichen Wirtschaft mit buchhalterischem Geld, wir Menschen vor immer neuen Kriegen stehen. Die soziale Frage muß aufgegriffen und gelöst werden!
 
 
 
  F. Kollar
27. Dezember 2004

Sehr geehrter Herr Kersten,

ich begrüße Ihre Ankündigung eine NEUE POLITIK zu propagieren. Die Situation in Deutschland ist schon sehr krank. Es ist notwendig etwas zu tun.

Mit freundlichen Grüßen
F. Kollar
 
 
 
  Verena van Ogtrop
30. November 2004

Sehr geehrter Herr Kersten!

Seit Jahren lese ich Ihre „Neue Politik" und interessiere mich immer sehr für die einzelnen von Ihnen angesprochenen Aspekte.

Jetzt in der letzten Ausgabe haben Sie in einem Artikel „Sei positiv" über Prof. Emoto und Prof. Higa berichtet.

Vielleicht sollte man nicht so grundsätzliche Rückschlüsse ziehen, wenn man nur einen Vortrag gehört hat. Daß beide Herren Ihrer Meinung nach eitle Selbstdarsteller sind, das mag Ihr Eindruck sein. Aber Beiden ist etwas gelungen, was nicht nur für Japaner, sondern auch für uns außerordentlich wichtig ist: Emoto entdeckte, wie sensibel Wasser ist. Diese Idee der Wasserforschung können Sie im Kleinen ganz einfach nachvollziehen: einen Wassertropfen neutral betrachten und davon eine Kirlian-Fotografie machen und denselben Tropfen dann mit positiven oder negativen Gedanken bewellen und wieder eine Kirlian-Fotografie machen. Sie werden über die Veränderungen staunen.

Von Prof. Higa weiß ich, daß er kein guter Redner ist; das hindert aber nicht, daß er eine außerordentlich wichtige Entdeckung gemacht hat. Wenn Sie sich darüber informieren wollen, schicke ich Ihnen gerne die Bücher von ihm, die ich in meinem Verlag habe. Es geht nicht an, in solch einem Vortrag darauf zu warten, daß extra gesagt wird, welche Mikroorganismen gut und welche schädlich sind. Ich selber arbeite seit Jahr und Tag mit EM-Präparaten, im Garten, in meinem Teich und auch für mich selber. Man muß sich schon ein bißchen in die Dinge hineinversetzen, wenn man darüber verbindlich etwas aussagen will.

Ich finde überhaupt, daß wir Deutschen immer sehr schnell mit Kritik bei der Hand sind. Man muß nicht Wunderheiler sein, um die beiden Herren nachprüfen zu können, wenn man sich selber wirklich den Unbequemlichkeiten solcher Forschungen stellt.

Vor vielen Jahren war ich gleichzeitig mit Prof. Schaeffer in Berlin durch Prof. Senf zu einem Vortrag eingeladen. In der Mittagspause fragte ich Herrn Schaeffer, was ich tun könne, um unangenehme und offensichtlich schädliche Strahlungen eines Funkturms der Marine abzuwehren. Nach langem überlegenden Schweigen sagte er mir: „Hühnerdraht. Mit der richtigen Größe der Löcher darin." Würden Sie deswegen Prof. Schaeffer als Wunderheiler oder sich selbst darstellenden Mann bezeichnen? Übrigens habe ich seine Angaben dann nachgeprüft und sie funktionieren!

Ich wünsche Ihnen einen guten Jahreswechsel.
 
 
 
  Elisabeth Schneider
30. September 2004

Betr.: Ausgabe September 2004

Sehr geehrter Herr Kersten,

ich bin mit dem Inhalt der Beiträge fast immer einverstanden und schätze auch "Freitag", den ich abonniert habe. Das Interview, das Lutz Herden mit dem Dichter Hamid Jassin führte, ärgerte mich allerdings sehr. Ich wollte eigentlich einen Leserinnen-Brief schreiben, fuhr aber dann in Urlaub und war danach krank. Lutz Herden hat offensichtlich engen Kontakt zu Mitgliedern oder Sympathisanten des Teils der KP Irak, die in der "Irakischen Regierung" sitzen, (ein anderer Teil ist im Widerstand). Diese Kollaborateure sind natürlich gegen den Widerstand. Al Sadr kämpft gegen die Besatzung, soweit ich mich an den Artikel von L. Herden erinnere, hat selbst er ihn nicht als kriminell bezeichnet - vielleicht intern. Auf die wirtschaftlichen Mißstände muß er die Iraker nicht "vulgär" hinweisen. Das es noch immer nicht regelmäßig Wasser und Strom gibt, erleben alle, auch das die Arbeitslosigkeit jetzt bei 60-80% liegt, u.a. weil die Strukturen durch die Besatzer zerstört wurden (Ministerien, Verwaltung, Betriebe). Erwartet die KP Irak Dank und Anerkennung des Volkes dafür, daß sie am Tisch des US-Terror-Imperiums sitzt, zunächst mit dem als "Präsident" vorgesehenen Chalabi, CIA-Mitarbeiter und in Jordanien als Betrüger verurteilt, der dann von der US-Besatzung wieder u.a. wegen Betrug, ersetzt wurde durch Allawi, ebenfalls CIA-Mitarbeiter mit US-Pass, zuständig für die "Genehmigung" zur Bombardierung irakischer Städte? Al Sadre hat u.a. deshalb so viele Anhänger in Sadr-City. Die FR veröffentlichte vor einiger Zeit eine Umfrage im Irak, 96 % der Bevölkerung erwartet Sicherheit NACH dem Abzug der Besatzung. Al Sadr möchte wahrscheinlich die Scharia einführen, von religiösem Wahn zu sprechen, ist trotzdem nicht angebracht, er bezieht sich z.B. auf die Hizbollah im Libanon, die den Kern des Widerstandes im Libanon bildete, der den Abzug Israels erzwang und jetzt ein geachtetes Mitglied des libanesischen Parlaments ist. Ayatollah Sistani, der weit mehr Einfluß unter den Schiiten hat als Al Sadr, erklärte des öfteren, daß Staat und Religion getrennt werden/bleiben muß. Er weiß, daß die IranerInnen das Mullah-Regime inzwischen ablehnen und daß auch die Schiiten im Irak dies wohl nicht wünschen. Was den gewaltfreien Widerstand angeht, so erlebten die Iraker, die in Falludscha im März 03 gegen die Besatzung gewaltfrei demonstrierten, daß 16 Menschen erschossen wurden, auch bei Demonstrationen der Schiiten gab es Tote. Der Artikel „Greueltaten“ zeigt, daß jederzeit auch einfach so Menschen zu Tode kommen. Es gibt den Bericht eines US-Piloten, der vorschlug ca. 25 Menschen, die auf der Straße liefen zu bombardieren. Dem wurde zugestimmt. Die Bombe tötete die Unbewaffneten. Im übrigen, ohne den Widerstand wären die UNO und die NATO wohl schon im Land, um die US-Interessen dort zu unterstützen und eine Scheinwahl wie in Afghanistan durchzuführen. Auch der Widerstand in den durch das NS-Regime besetzten Länder wie Frankreich, Norwegen, Jugoslawien ... war bewaffnet. Der Artikel von Sabine Kebir (April 03) hilft sicher bei einer objektiveren Beurteilung des Irak - ungefähr zur gleichen Zeit erschien im Freitag der Artikel einer (Ost)-Berliner Künstlerin, die voraussah, daß sich das irakische Volk zur Massenvernichtungswaffe entwickeln würde, dazu gehört auch al Sadr. Daß Kanzler Schröder Bush beim Irak-Krieg die Gefolgschaft verweigerte, war nie wirklich der Fall (Überflugrechte, Benutzung von Flughäfen für die USA, Versorgung von Verletzten US-Soldaten in Ramstein usw.). Ein Skandal war z.B., daß er die Marionette der USA Allawi, als "irakischen Staatschef" empfing, im Gegensatz zu Frankreich, außerdem haben Chirac und der französische Außenminister gefordert, daß an der Irak-Konferenz, die wahrscheinlich im November in New York stattfinden soll, daß auch Vertreter des irakischen Widerstands teilnehmen müssen. Noch empörender ist, daß der "irakischen Regierung" 20 Panzer geschenkt wurden, davor hatte Israel
U-Boote im Wert von 900 Millionen Euro erhalten, was allerdings auch eine indirekte Subvention der HWD war, die Entscheidung hatte noch Kanzler Kohl getroffen.

Zum 3. Weltkrieg: Nach ihrer eigenen Rechnung befindet sich die USA im 4. Weltkrieg, der 3. Weltkrieg war der "Kalte Krieg", den die USA mit dem Sieg über den Kommunismus gewonnen haben. (u.a. Aussage von Pearl) Noch eine Empfehlung: gehen Sie mal auf die Seiten der Jungen Welt, www.jungewelt.de , es gibt dort - nicht nur zum Irak - sehr gute Informationen, die in anderen Zeitungen nicht zu finden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Schneider
 
 
 
  Eckhard Klaus
30. September, 2004

Sehr geehrte Redaktion!

Es ist zwar alles sehr aufschlußreich und auch lesenswert, was in den Beiträgen zu lesen ist. Aber trotz aller Rhetorik und der logischen Konzepte, die auf politik -, sozial - und gesellschaftswissenschaftlichen Grundlagen basieren, kann man die Politiker in Deutschland bzw. in Europa nicht dazu bringen, eine vernünftige Politik zu führen.
 
 
 
  Oskar Steinacker
9. Juli 2004

„Der Große Plan“

Sehr geehrter Herr Kersten,

sehr interessant, was Sie aus dem Jahr 1932 ausgegraben und mitzuteilen haben. Dieser Artur Mahraun hat damals eben noch gewußt, daß es nicht genügt, nur die Kronen der Bäume zu gießen, wenn ihre Wurzeln vertrocknen und es an Wasser mangelt.

Mit freundlichen Grüßen
Oskar Steinacker
 
 
 
  Dr. med. Joachim Mahler
Facharzt für innere Krankheiten
31. Juni 2004

Sehr geehrter Herr Kersten!

Vielen Dank für die neue NEUE POLITIK, Juni 2004 und den Artikel DURCHBRUCH, Fall Linda. Sorgerechtentziehung durch ein Jugendamt.

Die bürokratische Diktatur greift. Die Eltern von Linda müssen sich wehren, da es um ein Grundrecht geht: Freie Therapiewahl.

Anbei Fotokopien zum „Fall Dominik“. Dominik hatte ein Osteosarkom des Oberschenkels rechts, Diagnose Sept. 2002. Mit der Zellular Medizin Formula Therapie des Dr. Rath heilten die unter Chemotherapie entstandenen Lungenmetastasen ab. Die Universitätsklinik ließ daraufhin den Eltern das Sorgerecht per Jugendamt und Gericht entziehen. Im Berufungsverfahren in Koblenz am 31.3.2004 erhielten die Eltern das Sorgerecht zurück. Es gibt noch einsichtsvolle Richter.

Auf dem großen Weltgesundheitsgipfel in Johannesburg 2002 (?) war Dr. Rath vertreten und hat mit seinem Präparat ProLysin C starke Besserungen des Befindens bei AIDS Kranken erlebt. Die Gesundheitsministerin der Südafrikanischen Republik hat dies bemerkt und ist auf die Seite von Dr. Rath getreten. (www.mrpublishing.nl)

Es wäre gut die Eltern von Linda wendeten sich an
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um Auskünfte über AIDS - Heilungen zu erlangen. Mit diesem Material in der Hand könnten sie juristisch vorgehen. Vor allem können sie die Zellular Medizin Formulas zusätzlich geben. Sie können sich auf mich berufen mit meiner Identitätsnummer. 91567.

Weitere Informationen zu AIDS in der Zeitschrift raum & zeit, Geltinger Str. 14e, 82515 Wolfratshausen, Tel.: 08171/4184-60, Fax: 08171/4184-66 eMail: zentrale@ehlersverlag.de.

Die Eltern müssen gegen die Sorgerechtsentziehung durch Jugendämter kämpfen. Sorgerecht ist ein Grundrecht.

Mit freundlichen Gruß
Dr. med. Joachim Mahler

(D.K.) Ich freue mich, daß ich mit Herrn Dr. med Mahler übereinstimme, was die freie Therapiewahl betrifft. Über Dominik hatte ich in der Januar-Ausgabe berichtet. Die Zeitschrift raum & zeit habe ich jahrelang gelesen. Die Adresse habe ich in den Leserbrief eingefügt. An der „Anti- “AIDS“ - Kampagne in Berlin vor Jahren war ich beteiligt. Ich stehe nachwievor hinter der Argumentation von raum & zeit, Duesberg u.a.. „Lindas Eltern“ stammen aus dem Beitrag aus der Juni-Ausgabe vom Kommentar-und Informationsbrief NEUE POLITIK, > DURCHBRUCH von Torsten Engelbrecht < aus der Wochenzeitschrift FREITAG. Leider habe ich keinen Kontakt zu Lindas Eltern.
 
 
 
  Rudolf Kuhr
Bundesbürger und Wähler
15. September 2004

Saar-Wahl - Realitätsverlust bei Politikern und Medien.
Nachruf auf den Urnengang im Saarland am 05.09.04.


"Merkel: Wahnsinnige Zugewinne" lautete eine Überschrift im ARD-Text am 06.09.04. Die CDU erhielt jetzt 47,5 Prozent im Vergleich zu 1999 mit 45,5%, nach üblicher Zählung ein Gewinn von 2%. Das einzig Wahnsinnige daran ist der Realitätsverlust bei Politikern und Medien. Sie bewerten lediglich - oberflächlich wie gewohnt - die Ergebnisse der abgegebenen Stimmen, ohne diese jedoch in Beziehung zur Wahlbeteiligung zu bringen, wie es korrekten demokratischen Grundsätzen entsprechen würde.

Die Fragwürdigkeit dieser bisherigen traditionellen Auswertung der Ergebnisse wird bei der Vorstellung deutlich, daß nur noch ein einziger Bürger zur Wahl gehen würde. Die gewählte Partei erhielte dann 100 Prozent und könnte mit Recht die so gern von manchen Politikern benutzte Formulierung verwenden, "der" Wähler habe der Partei damit den Auftrag gegeben.

Bei einer Wahlbeteiligung im Saarland von 68,7% im Jahre 1999 erhielt die CDU 45,5%. Das entspricht in Bezug auf alle Wahlberechtigten einem echten Ergebnis von 31,3%. Das jetzige, offiziell genannte Ergebnis von 47,5% entspricht demnach 26,4%, das sind 5% weniger als 1999, - wahnsinnig!

Hier die realen Zahlen unter Einbeziehung aller Wahlberechtigten, also auch der größten "Partei", der Nichtwahlwilligen oder -fähigen mit 44,5% (in Klammern die offiziellen, amtlichen Zahlen):
CDU 26,4 (47,5); SPD 17,1 (30,8); Grüne 3,1 (5,6); FDP 2,9 (5,2); NPD 2,2 (4,0); And 3,8 (6,9); Nichtwähler 44,5 Prozent.

Das Einbeziehen der Nichtwähler in die Auswertung wäre ein kleiner Schritt zur Stabilisierung der Demokratie. Es würde die Politik wahrhaftiger machen und könnte es den Wahl-Siegern erleichtern, Bescheidenheit und Gerechtigkeit zu wahren um ein gemeinsames, konstruktives und faires Miteinander aller Parteien zum Wohle aller Bürger zu erreichen.

Übrigens, in Russland (nicht gerade ein Vorbild an Demokratie) besteht immerhin die Möglichkeit, auf dem Stimmzettel die Rubrik "Gegen alle Kandidaten" anzukreuzen. Vielleicht sollte bei uns ebenso verfahren werden, um die Wahlbeteiligung zu verbessern und das Protestwählen extremistischer Parteien unnötig zu machen.

http://www.humanistische-aktion.de/wahlen.htm
 
 
 
  Georgette Künsemüller
22.09.2004

Lieber Herr Kersten,

Ich danke Ihnen für den Artikel" Durchbruch" von Torsten Engelbrecht, in der Ausgabe vom Juni 2004.

Ich zweifle schon lange an der These HIV verursacht AIDS. Seit über 20 Jahren konnte kein so genannter Virus isoliert werden. Gespräche mit den meisten Medizinern sind zwecklos, daher war ich froh endlich in Ihrer Ausgabe vom Juni 2004 diesen Bericht zu lesen. Da Sie unabhängig von Werbung sind, habe ich eigentlich schon lange etwas kritisches zu diesem Thema vermißt. Weder im Fernsehen noch in der Presse werden auf alternative Behandlungsmethoden hingewiesen. Man will ja schließlich die Pharmaindustrie nicht verärgern, eine unabhängige Presse haben wir schon lange nicht !

In diesen Zusammenhang möchte ich Sie auf zwei Bücher aufmerksam machen, die sich sehr kritisch zu dem Thema äußern, Ich würde mich freuen wenn Ihre Bücherliste damit erweitert wird:

MYTHOS HIV von Michael Leitner 2000 im Verlag videel OHG, Niebüll
Die stille Revolution der Krebs- und AIDS- Medizin von Dr. med. Heinrich Kremer 2. Auflage Juni 2002 Ehlers Verlag GmbH.

Mit freundlichen Grüßen
Georgette Künsemüller

(D.K.) Das erste Buch von Michael Leitner gibt es leider nicht mehr. Das buch von Dr. med. Heinrich Kremer biete ich in der beiliegenden Bestelliste an.
 
 
 
  Carsten Krautwald
21.07.04

Leserbrief zum Artikel "Aufforderung zu Gewalttaten in Filmen, Videos und Songtexten" Neue Politik Juli 2004

Sehr geehrter Herr Kersten,

Hilflosigkeit treibt gelegentlich seltsame Blüten. Eine dieser seltsam anmutenden Blüten ist die Forderung, unerwünschte Medienerzeugnisse wie Filme, Musikstücke und Computerspiele gesetzlich verbieten zu wollen.

Reinhard Welker bringt in seinem bereits im April 2002 verfaßten Text die Hilflosigkeit der Gesellschaft zum Ausdruck, mit neuerlichen Gewaltphänomenen von und unter Jugendlichen umzugehen. Es stellt sich nicht lediglich die Frage, wie gehe ich mit Gewalttaten wie "Erfurt" um, vielmehr werden Fragen laut: In welcher Weise muß man hier präventiv handeln? Die Forderung nach Verboten gleichwelcher Art begegnet uns in derartigen Situationen immer wieder - und häufig zu vorschnell.

Die Forderung nach einem Verbot, z.B. von gewaltverherrlichendem Medienmaterial, ist schnell ausgesprochen. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind deshalb längst nicht so schnell durchdacht. Vielschichtige und schwer zu beantwortende Fragen tauchen auf: Was soll verboten werden? Nach welchen Kriterien werden Verbote ausgesprochen? Wem nützt ein Verbot? Können Verbote das eigentliche Problem lösen?

Meiner Meinung nach sind Verbote Ausdruck einer Unfähigkeit, das zugrundliegende Problem zu lösen, respektive das Fehlen eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Problem. Und dabei scheint es verständlich zu sein, angesichts von Gewaltdelikten Verbote aussprechen zu wollen: schließlich sind die zugrundliegenden Probleme diffus, vielschichtig und oberflächlich nicht zu erkennen. Problemlösung setzt umfangreiche (Psycho-/Sozio-) Analytik voraus, für die Zeit, Geld und Geduld fehlt. Ein Verbot als ad hoc - Lösung ermöglicht schnelles Reagieren und stiftet Orientierung in einer nicht überschaubaren Situation. Allein, ein Verbot liefert die falschen Antworten auf die entstandenen Fragen.

Problematisch an Verboten ist zum einen das Tabuisieren von medialen Genren und die damit ausbleibende aber notwendige kritische und pädagogische Auseinandersetzung. Zum anderen sind Verbote nur eingeschränkt "zeitgemäß" und werden von der medialen Entwicklung meist schneller überrannt, als sie greifen können.

Das Tabuisieren führt zu einer Abflachung der ansonsten öffentlich geforderten Medienkompetenz. Wie soll ein Heranwachsender sich kritisch, objektiv und vor allem pädagogisch vielversprechend mit Medien auseinandersetzen, wenn ein nennenswerter Bereich der Medien durch offizielle (aber auch inoffizielle/stillschweigende) Verbote ausgeklammert wird? Statt Verständnis und sorgsamen Umgang zu fördern wird hier gerade bei der betroffenen und durch Verbote fernzuhaltenden Altergruppe der "Reiz des Verbotenen" heraufbeschwört. Offenheit auf allen Ebenen kann allerdings zu größeren Schäden führen, wenn dem nach Werteorientierung gierendem Jugendlichen keine adäquaten Hilfsmittel gereicht werden. Unkontrollierter und vor allem unkommentierter/undiskutierter Zugang zu Medien schwächt die Medienkompetenz in gleicher Weise, wie übertriebene Verbote.
Hier ist ganz klar die Auseinandersetzung der Erziehungsberechtigten und Schulen mit dem Thema Medienkompetenz zu fordern. Ebenso, wie sich berufliche Inhalte stets weiterentwickeln und Anforderungen durch Seminare, Ausbildung und Schulung dem Stand der Technik und der Zeit angepaßt werden müssen, bedarf es einer zeitintensiven Beschäftigung mit gesellschaftlichen Problemenund Phänomenen, um Werte und Inhalte an die Heranwachsenden geben zu können.

Als weiteres Problem neben der Tabuisierung hatte ich eine eingeschränkte "Zeitgemäßheit" genannt. Durch technische und soziale Entwicklungen verlieren Verbote ihre "zeitgemäße" Berechtigung.

Anfang der 90'er Jahre erschien das 3D-Computerspiel DOOM und wurde aufgrund der Gewaltdarstellungen indiziert. Das Aufatmen der Eltern und Pädagogen über einen abgewehrten Gewaltangriff auf den Computerbildschirmen unserer Kinder war nur von kurzer Dauer. Technischer und grafischer Standard, Internet und nicht zuletzt der "Reiz des Verbotenen" sorgten für fleissige Vermehrung des Spiels auf den Heimcomputern. DOOM wurde letztendlich zum damals meistverkauften Computerspiel aller Zeiten. In Amerika nutzte man das deutschlandweite Verbot des Spiels für das eigene Marketing, nach dem Motto: "In Deutschland sogar verboten".
Sexualität und Pornografie sind offiziell und inoffiziell Tabuthemen. Es erweckt den Eindruck, daß nach wie vor bestimmte Bereiche des Sexualverhaltens öffentlich ausgeblendet werden, weil unter moralischen Ansprüchen nicht vertretbar. Dieser Umstand hat sich in den letzten Jahrzehnten zwar merklich gelockert, die völlige Enttabuisierung ist nach wie vor in weiter Ferne. In Bezug auf die Verbots-Thematik haben wir es hier mehr mit einem stillschweigenden, moralischen Verbot im Sinne von "darüber spricht man nicht", als einem jugendgesetzlichen, staatlichen Verbot zu tun. Das wir auch hier mit unserer Verbotshaltung ins Unzeitgemäße driften, zeigt die aktuelle Medienlandschaft. Boulevard und Werbung sind voll mit sexualisierten Inhalten und Botschaften. Wer glaubt Heranwachsende durch Verbote von sexualisierten Inhalten fernzuhalten, dürfte konsequenterweise seine Kinder Samstags nicht mehr zum Brötchenholen schicken, zumal Kioske und Zeitungsständer hinreichend Sexualität zur Schau stellen.

Da mittlerweile das Internet in die Kinderzimmer Einzug gehalten hat, sind Verbote jeglicher Art nicht nur nicht zeitgemäß, sondern vertane Liebesmüh. Technisch haben unsere Kinder uns bereits überholt. Kontrolle ist entsprechend nur von wenigen Elternteilen - und selbst dann nur sporadisch - möglich. Was verboten ist, liegt im Internet zur wenige Mausklicks entfernt. Datenvielfalt und technisches Know-How der Heranwachsenden macht eine technische Kontrolle unmöglich.

Die Probleme, denen wir durch Verbote zu entfliehen versuchen, holen uns früher oder später wieder ein. Sofern wir die Verschnaufpause nicht für die Entwicklung entsprechender Handlungsalternativen genutzt haben, hat uns der Zeitvorteil nichts genutzt und die neuerlich aufkeimenden Probleme mögen uns vielfältiger und schwerwiegender erscheinen, als damals, da wir ein Verbot ausgesprochen haben.

Einzig durch die Entwicklung und Training pädagogischer Mittel, die unsere Medienkompetenz steigern, ist langfristig und grundlegend der Umgang mit gesellschaftlichen extrem-Phänomenen möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Krautwald
 
 
 
  Bernhard Förster
29. Juni 2004

Zur Europawahl am 13.6.04


Es war vorauszusehen, daß die Bürger endlich einmal aufbegehren werden. Es ist nicht nur ihr Recht sondern auch ihre Pflicht Ein Bürgerbegehren wäre (wie in der Schweiz) einzuführen.

Die Regierungen (Parteien) sind bei der Europawahl abgestraft worden, weil Einsparungen vor allem bei den unteren Einkommen verlangt werden. Haben wir nicht die Realität : Die Reichen werden reicher - die Armer immer ärmer? Sollen, ja müßen nicht gerade wir in .der BRD, in der ich als Bürger alleine zu sprechen berechtigt bin, mit gutem Beispiel voran gehen, Nicht nur bei den "Unteren" darf gespart werden! Wäre es nicht die verdammte Pflicht unserer Politiker, mit gutem Beispiel selbst voranzugehen!

Bei dieser Wahl brachte der Bürger seine Verdrossenheit zum Ausdruck, in dem er nicht wählen ging!

Hätte unser Herr Bundeskanzler öffentlich eine ehrliche Erklärung abgegeben, daß sie, die Regierenden und auch alle wesentlich besser Verdienende, auf genau so viel Prozent ihres Einkommens verzichten würden, wie es den Rentnern und den "Unteren" abverlangt wird, wäre Verständnis da gewesen.

Die Rentenkassen sind nachweislich durch frühere Regierungen z.T. zweckentfremdend "geplündert" wurden. Neubürger z.B., aus Rußland bekommen oft vergleichsweise höhere Renten als wir Bürger der BRD. So etwas muß aus der Staatskasse finanziert werden.
Zur" Gesundheitsreform"

Gerade die Naturheilmittel, die von vielen Bürgern und Ärzten wegen der besseren Heilungschancen immer mehr bevorzugt werden, fallen aus dem Leistungskatalog der Kassen. Sie sind nachweisbar insgesamt billiger. Die jetzige Gesundheitsreform verdient ihren Namen nicht, weil sie der Pharmaindustrie nicht wehtut - im Gegenteil.

Ich möchte hier nur auf einen Fall verweisen: Der achtjährige Dominik Feld war nach Chemo und Bestrahlung mit seiner Knochen-Krebserkrankung dem Tode nahe! Seine Eltern entschlossen sich aus eigener Verantwortung, ihr Kind der Behandlung mit Zellularmedizin nach Dr. M. Rath mit Naturheilsstoffen zu wagen. Heute ist der Junge gesund.
 
 
 
 

(D.K) Zu meiner Buchbesprechung des Buches von Peter Augustin mit dem Titel PFIFFIKUS - Zauber der Dialektik; Brevier für eine Revolution im Denken und Handeln stellte mir Bernhard Schaeffer folgenden Brief zur Verfügung, den er im Juni an den Autor geschrieben hat. Es geht um die Eingangsworte: > Der LIEBE GOTT wäre heute Mathematiker, der TEUFEL Politiker, der MENSCH sollte Biologe sein und natürlich einfach denken <:

Lieber Peter,

vorgestern bekam ich bei Dieter Kersten Dein neues Buch „Pfiffikus“ in die Hand und habe es mir gleich gekauft. Das ist Dir gut gelungen, wie ich so auf den ersten Blick feststellen konnte. Meine Gratulation dazu.

Aber gleich bei dem ersten Satz bin ich hängen geblieben. Diese ersten 4 Zeilen erregen meinen Widerspruch. Im Mittelalter war es die lateinische Sprache, die als Sprache der Kaste der Priester die Verbindung zu Gott herstellen sollte. Gottes Wort – die Bibel - war in Latein geschrieben, dem dummen Volke deshalb unverständlich und der Priester mußte dem dummen Volk Gottes Wort verkünden. Damals sprach Gott Latein.

Heute ist der Liebe Gott nun Mathematiker, auch eine Sprache die nur die Kaste der Wissenschaftler versteht. Auch diese Sprache muß dem dummen Volk verkündet werden - und es steht staunend vor einem µ-Meson oder einer Maxwellschen Gleichung.

Damals wie heute war der Trick mit der Kunstsprache ein hinterhältiges Betrugsmanöver, dem Volk nicht „Gottes Wort“ sondern die eigene Größe zu verkünden. Wenn die Natur mit dem mathematischen Gestammel zurechtkommen müßte, was wir heute großspurig die „mathematische Beschreibung der Natur“ nennen, ich denke, sie könnte keine Sekunde existieren. Und nun noch ein Wort zum Teufel. Im „Faust“ stellt er sich vor ... “als Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“... (Ist das nicht zauberhafte Dialektik?)

Bei unseren Politikern ist es aber leider genau umgekehrt. Diese wollen immer das Gute (jedenfalls im Wahlkampf und bei Talkshows) und heraus kommt das ganze Elend, das Versagen und der Zynismus der heutigen Politik.
Wenn Du unterstellst der Teufel wäre heute Politiker, beleidigst Du den Teufel. Wäre dieser so ignorant und lebensfern, wie es Politiker heute sind, er könnte seinen göttlichen Auftrag nicht erfüllen.

Als Drittes soll nun der Mensch Biologe sein und natürlich einfach denken. Aber wie soll das gehen? Hat er Biologie studiert, so hat er jede Fähigkeit, einfach und natürlich zu denken, verloren. Gerade diese Fähigkeit – die fast jedes Kind noch hat – wird fast allen Menschen in Schule und Universität gründlich ausgetrieben. Die Wenigen die dem widerstehen, sind am Schluß die „blöden Außenseiter“. Du weist, wovon ich rede.

Mit vielem, was Du in Deinem Buch beschreibst, stimme ich voll über ein. Über manches können wir noch ein bißchen streiten. Aber erst will ich alles lesen und melde mich dann wieder bei Dir.

Herzliche Grüße Bernhard

 
 
 
  Gerhard Vogelsang
18. Mai 2004

Lieber Herr Kersten,

da bescheinigt Ihnen Herr Steinacker einen lauteren Charakter – genau das hat mich an Ihnen auch angezogen, allerdings halte ich Sie nicht für arglos, sondern Sie setzen aus einer souveränen Noblesse heraus die richtigen Prioritäten. Und das ist weder sinnlos noch unwirksam.

Zum Nachfolgenden zwingen mich etwa zwanzig PatientInnen, die mich wegen Mikrowellenterror konsultiert haben.. Jetzt endlich kann wirksame Hilfe eingeleitet werden:

Liebe MitbürgerInnen,
für uns alle ist es erforderlich, von einer modernen, im schlimmsten Fall tödlichen Verbrechensform Kenntnis zu haben, weil alle betroffen sein können, ohne es zu bemerken, bis eine schwere Krankheit bis hin zum Krebs eingetreten ist. Der Nachweis eines Verbrechens ist bisher fast unmöglich. Das Bundeskriminalamt hat daher zu sachdienlichen Hinweisen aufgerufen, die an jede Polizeidienststelle gerichtet werden können. Eine Gruppe engagierter Bürger hat eine „Schutzgemeinschaft gegen Fernmord“ gegründet, um Betroffene zu beraten und einer ärztlichen Behandlung zuzuführen. Kontaktperson ist der Umweltbeauftragte des Evangelischen Dekanats Alzey, Herr Pfarrer Mathias Engelbrecht, Pfarrgasse 11, D - 55234 Flomborn, Tf. 06735-960316 - Fax 06735-960317. Ebenfalls können Sie sich an den Absender dieser Nachricht wenden: Herr Dr. med. Heinz Gerhard Vogelsang, Internist u. Arzt f. Naturheilverfahren., Homöopathie., Leydelstr. 35, D-47802 Krefeld. Tf. = Fax 02151/563294.

Zunächst sollten Sie die Homepage der bereits betroffenen Opfer besuchen: www.mikrowellenterror.de

Unsere Gegenwehr ist um so wirksamer, je mehr Menschen von der Bedrohung wissen, so daß wir bitten, diese Nachricht zunächst in dem Bereich zu verbreiten, wo laut nachfolgender Liste bereits Fälle oder Verdachtsfälle dokumentiert sind.

Hier ein *Schreiben des Bundeskriminalamtes v. 21.01.2003, Az.: LS 2 – 27 – 2737/02*, an die Sprecherin der „Interessengemeinschaft der Opfer von Elektrowaffen“: „Die schädigende Wirkung von Mikrowellen auf den menschlichen Organismus ist seit vielen Jahren eine wissenschaftlich belegte Tatsache. Daher ist auch ein Einsatz von Mikrowellen als Waffe (insbesondere im militärischen Bereich) denkbar. Dazu gibt es bereits entsprechende Publikationen, wie Sie sie auch in Ihren Literaturhinweisen genannt haben. Der Einsatz von Mikrowellen zur Schädigung Dritter wird seitens des Bundeskriminalamtes aufmerksam beobachtet. Bei Vorliegen entsprechender Erkenntnisse wird das BKA im Rahmen seiner Aufgaben als Zentralstelle alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Polizeien der Länder zu informieren und (künftigen) Schaden für die Betroffenen abzuwenden.“

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Vogelsang

(D.K.) Herr Dr. Vogelsang hat dann noch eine alphabetische und eine nach PLZ geordnete Liste von Orten der Gefährdung beigefügt, die ich Ihnen gerne auf Anforderung zuschicke
 
 
 
  Norbert Schenkel
14. April 2004

Sehr geehrter Herr Kersten,

"Neue Politik" Nr. 3/04 - Ihr Artikel Vom Sieger entfernen und Ihr seid einfach zu teuer. Neue Weltwirtschaft und neue Geldordnung basierend auf der Dreigliederung des sozialen Organismus.

Eine Patentlösung für eine neue menschliche Weltwirtschaft gibt es nicht. Eine Lösung ist durch den weiten Gedankenhorizont R, Steiners seit 1905 und durch die Weiterarbeit verschiedener Freunde an der Dreigliederung des sozialen Organismus wohl vorhanden, zumindest seit 1996, als das Buch von Alexander Caspar: "Wirtschaften in der Zukunft" erschien. Die 30-seitige Ergänzung "Die Zukunft des Geldes" kann unter www.alexandercaspar. ch.vu aus dem Internst heruntergeladen werden, Rudolf Steiner hat bereits 1905 das "Soziale Hauptgesetz" formuliert, welches wie folgt lautet: "Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der Einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der Anderen befriedigt werden. Die "praktischen Menschen" werden über diesen "haarsträubenden Idealismus" nur ein Lächeln übrig haben, so R. Steiner. Weiter: "Es ist eine schlimme Illusion zu glauben, daß irgendwelche Abgeordnete eines Volkes in irgendeinem Parlament etwas beitragen könnten zum Heile der Menschheit, wenn ihr Wirken nicht im Sinne des sozialen Hauptgesetzes eingerichtet ist."
Die etablierte Geldpreis-Wertvorstellung vereitelt heute alle Verbesserungsvorschläge. Erst aus einer erneuerten Wertvorstellung kann das Geld zur Buchhaltung der Leistungen geschaffen und eingesetzt werden. Geld ist nur das Äquivalent der materiellen Werte und keine Ware! Es muß der innere Zusammenhang von Wertbildung, Kapitalbildung und Wortschöpfung erkannt werden. Dann kann die Kopplung von Arbeit und Einkommen überwunden werden. Dies wird in Assoziationen geschehen, daß der Ausgleich gefunden wird zwischen dem Leistungserträgnis einer Arbeit und dem Bedürfnis jedes Menschen an den Leistungen der anderen. Wie ersichtlich, ist das Thema nicht leicht zu verstehen, aber es lohnt sich, darin einzuarbeiten.

R. Steiner sagt über die > Dreigliederung des sozialen Organismus <: „Und so handelt es sich bei der Dreigliederung wirklich nicht darum, wiederum in alter Weise, diese Begriffe, die wir haben: Geistesleben, Staatsleben, wirtschaftliches Leben , so herumzukollern und ein bisserl anders herumzukollern; sondern es handelt sich darum, überhaupt einmal den Begriff des sozialen Organismus zu erfassen, und dasjenige, was allmählich so stark hineingedrängt hat in das Abstrakte, wiederum zum Leben zu führen."

Die Geldfrage und Wirtschaftsfrage kann ja nicht vom sozialen Organismus getrennt bearbeitet werden, wie dies in der Silvio-Gesell-Richtung oder mit einer Kapitalkontrolle wie von "Kairos" oder sonstigen Organisationen gedacht und gewünscht wird. Es hat sich durch die Wirtschaftskrise ein Zeitfenster für die soziale Frage geöffnet. Wir sollten die Zeit wahrhaftig nutzen.

Norbert Schenkel

(D.K.) Norbert Schenkel hat dazu drei Bücher vorgeschlagen: Rudolf Steiner: Nationalökonomischer Kurs; Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft I. 14 Vorträge, Dornach 1922; Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der Sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft; Alexander Caspar Der Weg aus der Sackgasse; Wirtschaften in der Zukunft. Alle drei Bücher biete ich unter der Rubrik "Buchversand" an.
 
 
 
  Jacqueline Walker
April 2004

Sehr geehrter Herr Kersten,

... Ich bin seit Jahren stille Leserin Ihres Informationsbriefes und möchte ihn nicht missen. Für Ihr Engagement bewundere ich Sie, bedanke mich und wünsche Ihnen hierfür noch viel Kraft. Es tut gut, Ihre Artikel abseits vom Mainstream zu lesen; das hält den Geist wach und nimmt die Bereitschaft, alles zu glauben, was man über „normale“ Medien vermittelt bekommt. Diese Wachheit meinen Kindern zu vermitteln, ist ein winziger politischer Beitrag, an dem auch Sie durch das Herausbringen Ihrer Zeitschrift teilhaben.

Mit herzlichem Dank und freundlichem Gruß
Jacqueline Walker
 
 
 
  Bernhard Förster
26. Februar 2004

Lieber Herr Kersten,
In Bezug auf Ihren Artikel in der „Neuen Politik“ vom Februar 2004 zum Thema Gesundheitsmedizin anbei mein Brief an Ministerin Ulla Schmidt zu Ihrer Verfügung.

10. Februar 2004

Sehr verehrte Frau Ministerin Schmidt,

viele Menschen in der BRD, nicht nur ich, sind hell empört über die Streichung von Naturheilmitteln aus der Kostenerstattung der Krankenkassen. Kann man aus diesem Vorgang den Schluß ziehen, daß sowohl unsere Regierung wie auch das Parlament „im Solde der Pharmaindustrie“ steht?

Sinnvollerweise sollte der Grundsatz gelten: „wer heilt, hat recht!“ Eine Gesundheitsministerin hat in dieser Stellung eine hohe soziale Verantwortung zu tragen. Alle wirksamen Heilmittel müssen von den Kassen erstattet werden. Nicht nur diejenigen der Pharmaindustrie, die trotz der bekannten Nebenwirkungen durch Ärzte nunmehr (durch Ihr Gesetz!) verschrieben werden müssen.

Tragen doch gerade die Naturheilmittel, die zumeist viel preisgünstiger sind, erheblich zur Kostensenkung bei.

Es besteht nun die Gefahr, daß ein ganzer Zweig der Naturmedizin dieser Hersteller vom Markt verschwindet, da Ihr Gesetz ihm seine Absatzbasis entzieht. Hat doch gerade dieser Zweig der Naturheilmittel in Deutschland eine lange Tradition. Mit gutem Erfolg und einer breiten Nachfrage auch im allgemeinen Kassenbereich. Soll diese lästige „Konkurrenz“ der chemischen Industrie mit Ihrer Hilfe jetzt vom Markt verschwinden?

Dabei gäbe es ganz andere Möglichkeiten, den Kostendruck der Krankenkassen abzubauen. Der Mißbrauch der Karten ist auch Ihnen in großem Umfang bekannt. Leider auch der Betrug in großem Umfang bei ärztlichen Leistungen. (Da z. B. von keinem Patienten überprüfbar ist, was auf seiner Karte abgerechnet wird.)

Hier ist eine Reform längst überfällig.

Der Münchner Medizin-Journalist Blücher, Autor vieler Medizin-Bücher, beschreibt in seinem Buch „Heilen verboten, Töten erlaubt!“ neben anderen Problemen, daß allein pro Jahr 50.000 Patienten an den „Nebenwirkungen der Pharmaarzneien sterben.“ Naturheilmittel sind daran nicht beteiligt.

Viele praktizierende Ärzte berichten, daß diese Mittel immer mehr nachgefragt werden, auch die Heilerfolge besser und schneller erreicht werden. Dies soll nicht im Ganzen die Schulmedizin in Frage stellen, aber diese von Ihnen durchgeführte Neuregelung, daß Naturheilmittel nicht mehr erstattet werden, ist in diesem Sinne völlig unberechtigt. Stehen Sie - die Regierung - so sehr im Sold der Pharmaindustrie?

Dazu kommt leider auch die Erfahrung, daß die Ausbildung der Ärzte ganz einseitig im Sinne der Schulmedizin alleine erfolgt. So antwortete mir z. B. der Leiter der Unikliniken Heidelberg Prof. Herzog auf einem Kongress „Medizin wohin?“ der von der evangelischen Akademie Tutzing 2003 in Rothenburg stattfand auf meine Frage nach seinem Referat, „ob bei dieser Thematik ‘Medizin wohin?’ Nicht auch Alternativen wie z. B. Homöopathie und Anthroposophische Medizin mehr zum Zuge kommen sollten: „Ich habe mich noch nie in dieser Richtung orientiert, dazu kann ich keine Aussage machen!“
Welch ein Armutszeugnis führender Mediziner im Sinne der Verantwortung der Volksgesundheit.

In dieser Sorge appelliere ich an Ihre Verantwortung.
Bernhard Förster

(D.K.) Am 26. Februar 2004 erhielt Herr Förster eine Antwort, mit der er gar nicht gerechnet hat. Merkwürdigerweise a